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Fachdidaktik Deutsch

Fachdidaktik Deutsch beschäftigt sich wissenschaftlich mit der Reflexion und Gestaltung von Lernprozessen. Sie fragt nach dem Was, dem Gegenstandsfeld des Lehrens und Lernens, dem Warum, der didaktischen Kernfrage nach Auswahl der Lerninhalte und Begründung der Lernziele, und dem Wie von Lehren und Lernen, der methodischen Strukturierung und Initiierung von Lernprozessen. Weitere Fragen können sich hier anschließen, u.a. nach dem Wem, der Zielgruppe, z.B. Jugendliche oder Erwachsene, dem Wann, nach dem Zeitpunkt bzw. dem curricularen Ablauf des Lehr- und Lernprozesses, und nach dem Wo, in welchem (institutionellen) Kontext, z.B. im schulischen, außerschulischen oder universitären Unterricht. Fachdidaktik Deutsch hat die Funktion einer Integrationswissenschaft, die Theorie und Lehre zugleich ist und geht damit als Wissenschaft deutlich über das hinaus, was Lehrende für ihre unterrichtliche Tätigkeit unmittelbar benötigen. Die Deutschdidaktik als anwendungsorientierter Lehr- und Forschungsbereich, befasst sich mit den Erwerbsprozessen und der Lehre der deutschen Sprache in allen denkbaren Lernkontexten. Integraler Bestandteil sind sowohl Literaturdidaktik und mediale Kontexte als auch Deutsch als Erst- und Zweitsprache.

 

Die Mitarbeiter:innen des Deutsch-Teams wirken in der Lehre sowohl in der Ausbildung als auch in der Fort- und Weiterbildung mit, u.a. in der Grundausbildung der Primarstufe, in den Schwerpunkten Deutsch & Mehrsprachigkeit und in der Lehre der Sekundarstufe. In der Fort- und Weiterbildung engagieren sich die Mitarbeiter:innen des Teams bei SCHILF und SCHÜLF (schulinterne und schulübergreifende Lehrer:innen Fortbildung), GRUKO und BIST (Grundkompetenzen und Bildungsstandards sichern) etc.

 

Die Planung und Entwicklung von fachdidaktischen Fortbildungskonzepten im Fach Deutsch wie auch die Mitarbeit im Fortbildungskatalog ist ein wesentlicher Bereich, der von Kolleg:innen des Deutsch-Teams abgedeckt wird.


Forschungsprojekte & Arbeitsschwerpunkte

Handbuch Mehrsprachigkeit

Handbuch Mehrsprachigkeit

Interdisziplinäre Zugänge zu Mehrsprachigkeit und sozialer Teilhabe

Hrsg.: Inci Dirim (Wien) und Jörg Meier (Innsbruck) 

 

Zielsetzung und Konzeption des Handbuchs

Bei dem Phänomen ‚Sprache‘ handelt es sich nicht nur um ein einfaches Kommunikationsmittel; über und mit Sprache werden in komplexen sozialen Zusammenhängen Fragen sozialer Teilhabe verhandelt und reguliert. So sind in Deutschland und Österreich beispielsweise virtuose Kenntnisse des Paschto für den Bildungserfolg im monolingual deutschsprachigen Bildungssystem weitgehend irrelevant und für Schüler*innen, die mit dieser Sprache aus Afghanistan einwandern ihre Deutschkenntnisse für den Bildungserfolg (mit)entscheidend. In der Türkei, um ein weiteres Beispiel zu geben, war es jahrelang verboten im öffentlichen Raum Kurdisch zu sprechen, obwohl Millionen von Menschen zu Hause als Erstsprache sich diese Sprache aneignen. Obwohl Kurdisch und Türkisch Sprachen sind, die Menschen sich in der Familie aneignen, ist es aus politischen Gründen das Türkische, das einen viel größeren sprachlichen „Marktwert“ (Bourdieu) hat. Menschen, die in der Türkei mit Türkisch aufwachsen und in Deutschland mit Deutsch, können im Gegensatz zu Menschen mit Paschto und Kurdisch ihre Familiensprachen problemlos in allen Bereichen des Lebens verwenden und ausbauen.

Diese Beispiele sollen zeigen, dass die Kenntnis dominanter und legaler Sprachen ‚Türen öffnet‘ und Menschen, die diese Sprachen weniger oder weniger gut beherrschen, von der barrierefreien Teilhabe an vielen Lebenskontexten gehindert werden. Es gibt einen Zusammenhang zwischen der (Un-)Kenntnis dominanter/legaler/prestigereicher Sprachen und sozialer Teilhabe.

Ein wesentliches Ziel des Handbuches ist es daher, den Zusammenhang ‚Mehrsprachigkeit und soziale Teilhabe‘ aus verschiedenen Blickwinkeln zu thematisieren. Zentrale Fragen der Mehrsprachigkeitsforschung werden auf diesen Zusammenhang bezogen dargestellt und ein Grundlagenwissen für das Studium sprachbezogener Lehre zur Verfügung gestellt. Im Zentrum des Handbuchs stehen die Menschen, Sprache wird also nicht losgelöst vom Menschen betrachtet. Ein Thema wie z.B. ‚Untergang von Sprachen‘ wird bezogen auf die Situation von Menschen, die diese Sprachen sprechen, reflektiert.

Wichtige Arbeitsbereiche und Desiderata der aktuellen Mehrsprachigkeitsforschung wer-den in dem Handbuch interdisziplinär aufgearbeitet, und wissenschaftstheoretische Grundlagen sowie methodologische Orientierungen werden auf die Problematik der ‚sozialen Teilhabe‘ bezogen thematisiert. Dabei werden u.a. folgende Fragen in den Blick genommen und Ursachen für identifizierte Problemlagen diskutiert:

•         Welche Sprachen haben ein hohes Prestige und welche nicht?

•         Welche Sprachen sind in welchen Kontexten / Ländern erlaubt und welche verboten? Was bedeutet das für die Sprecher:innen dieser Sprachen?

•         Welche Sprachen ‚lohnt‘ es sich aus welchen Gründen zu beherrschen und welche nicht?

•         Welchen Zusammenhang gibt es zwischen Sprache und Staat? Was bedeutet dieser Zusammenhang etwa für staatenlose Minderheiten?

•         Warum können an Schulen manche Sprachen gelernt werden und andere nicht?

•         Welche Rollen spielen verschiedene Arten von Sprachpolitiken bei der Konstruktion von Nationalstaaten?

•         Wie werden nationale und gesellschaftliche Normalitätsordnungen mit politischem Zugriff auf Sprache (re-)produziert?

•         Warum werden Sprachkontaktphänomene wie Code Switching oft negativ angesehen?

 

Drei einführende Artikel dienen als allgemeine Grundlage für das Verständnis der Perspektive „soziale Teilhabe“. Um der Komplexität der Themenstellung gerecht zu werden, werden die verschiedenen Richtungen sprachwissenschaftlicher Tätigkeit sowie interdisziplinäre Aspekte der internationalen Forschung in den einzelnen Kapiteln berücksichtigt. Ein Schwerpunkt des Handbuchs liegt auch in der Darstellung der Situation unterschiedlicher Länder in Europa im Hinblick auf die oben genannten Themen; andere Kontinente werden nur in Überblicksartikeln behandelt, um den Rahmen des Bandes nicht zu sprengen. Es geht hierbei nicht um Vollständigkeit nach dem ‚Landkarten-Modell‘, sondern eher darum, spezifische Probleme am Beispiel von einzelnen Ländern exemplarisch zu thematisieren, z.B. die Frage des Unterschieds der schüler*innenseitigen Beherrschung allochthoner und autochthoner Sprachen am Fall des luxemburgischen Bildungssystems.

 

Mit diesem Handbuch soll erstmalig ein möglichst umfassender Überblick über den Gegen-stand, die Geschichte, die wissenschaftstheoretischen Voraussetzungen und den Stand der Mehrsprachigkeitsforschung aus der Perspektive sozialer Teilhabe gegeben werden. Dabei setzt sich der geplante Band sowohl inhaltlich als auch konzeptionell bewusst von vorliegenden Handbüchern zur Sprache und Kommunikation ab.

 

In mehreren Hauptkapiteln werden ausgewiesene Fachleute der nationalen und internationalen Forschergemeinschaft Grundlagenfragen des Themenfeldes fokussieren; Unterkapitel dienen dazu, spezifische Fragen und Differenzierungen in den Blick zu nehmen.

Sprachen in Tirol

Ausgangslage

Mehrsprachigkeit wird in der aktuellen Forschung längst nicht mehr als Problem gesehen, sondern gilt als potentiell höchst wirksamer und positiver Faktor für die Weiterentwicklung von Individuum und Gesellschaft. Dabei sind die vielfältigen Ausprägungen schon immer existierender innerer und äußerer Mehrsprachigkeit sowie die durch Migration entstandene „neue“ Mehrsprachigkeit zu berücksichtigen und miteinander in Bezug zu setzen. Das vorhandene Potential an Dialekten und Sprachen wird zwar offiziell positiv bewertet und gefördert, allerdings gibt es kaum haltbare und aussagekräftige Daten zu den tatsächlichen sprachlichen Verhältnissen in Europa. Besonders im deutschsprachigen Raum besteht ein eklatanter Mangel an empirischer Grundlagenforschung zur inneren und äußeren Mehrsprachigkeit. Das Fehlen einschlägiger grundlegender Studien erschwert eine zielgerichtete Sprachen- und Bildungsplanung, da sehr häufig von längst überholten Verhält-nissen ausgegangen wird, die einer empirischen Überprüfung nicht standhalten.

Die Erhebung zielt neben allgemeinen Angaben zu Alter, Geschlecht, Geburtsort und Staatsangehörigkeit auf die Selbstauskunft der Befragten zu ihrem Sprachrepertoire, ihrem Sprachgebrauch in verschiedenen Verwendungskontexten auch auf die Einstellungen zur eigenen Sprachlichkeit unter Einschluss der Dialekte ab.

Die Daten werden auf einem Forschungsserver der Universität Regensburg gesammelt und statistisch ausgewertet.

Geplant ist eine umfangreiche Datenerhebung, die Erkenntnisse über die tatsächlichen sprachlichen Verhältnisse in einer klar definierten Region (Bundesland Tirol) liefern soll und als Grundlage für Bildungsplanung (Fremdsprachen, Herkunftssprachen, Dialekte) dienen kann.

In einer ersten – mit Hilfe einer extra dafür entwickelten App – an der Praxis-NMS der PHT durchgeführten Pilotstudie konnten bereits einige unverzichtbare Voraussetzungen für die Erhebungsmethodik und -auswertung gewonnen werden.

Zielsetzung

Die Studie ist in vielfacher Hinsicht für die Erforschung von Phänomenen der Mehrsprachigkeit relevant:

  • Gewinnung einer empirischen Datenbasis für die Theoriebildung in der Mehrsprachigkeitsforschung.
  • Entwicklung und Erprobung geeigneter Methodik zur Erhebung von Mehrsprachigkeit unter Verwendung neuer digitaler Auswertungs- und Darstellungstools.
  • Schaffung einer fundierten Wissensbasis über die Sprachlichkeit im Bundesland.
  • Information über und Bewusstmachung der vielfältigen Sprachlichkeit in Tirol.
  • Kenntnis der tatsächlichen sprachlichen Verhältnisse als Wissensbasis für die Bildungsplanung im Bundesland.
  • Entwicklung von Informations- und Unterrichtsmaterial auf der Basis aktueller Erhebungen.

Kooperationspartner:

Univ.-Prof. Dr. Rupert Hochholzer (Universität Regensburg), Univ.-Prof. Dr. Bernd Ludwig (Universität Regensburg) und Univ.-Prof. Dr. Jörg Meier (PHT/Universität Innsbruck)

Professionelles Schreiben

Professionell Schreiben – Beraten und Begleiten bei Schreibprozessen

Aufbau eines Schreibzentrums

 

Konzeption und Durchführung von Fortbildungs-, Qualifizierungs- und Professionalisierungsmaßnahmen.

Standardisierung von Qualitätssicherungsmaßnahmen.

Qualifizieren und professionalisieren von:

  • Nachwuchswissenschaftler:innen
  • Lehrenden und Forschenden der PHT (und der Universität Innsbruck)
  • Lehrerinnen und Lehrern
  • Bachelor- und Masterstudierenden sowie Doktorand:innen im Hinblick auf die Qualität ihres eigenen (wissenschaftlichen) Schreibens.
  • Fortbildung
  • Seminare und Vorträge
  • Tagung(en)
  • Beraten und Begleiten von Schreibprozessen
  • Train the Trainer
  • Begleitforschung
  • Einrichtung von Schreibwerkstätten mit verschiedenen fachdidaktischen und fachwissenschaftlichen Schwerpunkten
  • Erstellung einer Handreichung für die PHT

Eingeladen sind alle, die beruflich mit Texten zu tun haben, vor allem auch diejenigen, die im Rahmen von Schreibberatung ihr Textwissen an andere – Studierende, Schüler:innen, privat und beruflich Schreibende – weitergeben wollen bzw. müssen.

Im Zentrum stehen die Beratung und Begleitung von Schreibprojekten.

Neben dem Schwerpunkt sach- und wissenschaftsorientierte Texte wird auch persönliches, literarisch-kreatives und berufsbezogenes Schreiben seinen Platz finden.

Das Fortbildungsprogramm eignet sich für Schreibende in Schule, Studium und Beruf. Eine Spezialisierung, z.B. für die Begleitung von Vorwissenschaftlichen Arbeiten, von fremd- und zweitsprachig Schreibenden bzw. hinsichtlich kreativer Schreibmethoden, journalistischem Schreiben oder Schreiben in Englisch ist für einen späteren Zeitpunkt zusätzlich angedacht.

Ziele

Studierenden und Dozent:innen beim Verfassen ihrer wissenschaftlichen, beruflichen und/oder persönlichen Schreibprojekte in Einzel- oder Gruppenprozessen begleitend und beratend zur Seite zu stehen.

Ziel von Schreibbegleitung und -beratung ist es, die Schreibenden zu stärken, sie gezielt anzuleiten, mit ihnen Schreibroutine zu erarbeiten, die es ihnen ermöglicht, ihre Schreibprojekte eigenständig zu beenden. Die Schreibenden sollten zur Selbstständigkeit befähigt werden.

Inhalte

  • Recherche-, Lese- und Textkompetenz der Schreibenden
  • Schreibtypen und Schreibroutinen
  • Psychologischen Grundlagen und Methoden des Schreibens/der Schreibberatung
  • Methoden der Schreibwerkstatt und Schreibgruppenarbeit
  • Literacy Management
  • Textsorten und Genres
  • Merkmale (vor-)wissenschaftlicher Texte
  • Spontanes und elaboriertes Schreiben
  • Schreibarrangements mit persönlichen, literarischen, journalistischen und anderen berufsrelevanten Texten
  • Rollenreflexion in Schreiblehr- und -lernsettings

Ziele

Ziel ist es, den Teilnehmenden ein Repertoire an unterschiedlichen Schreiblehr- und -lernmethoden sowie an diversen Beratungs- und Textfeedbacktechniken zu vermitteln. Sie kennen bedeutende Theorien und Modelle des Schreibprozesses und können unterschiedliche Schreibstrategien und -funktionen abwägen und in der Praxis einsetzen.

Die Teilnehmenden sind in der Lage, Ihre eigenen – und im Weiteren (Nachfolgeprojekte) – die Schreibkompetenzen von Studierenden, Schüler-innen und/oder Ratsuchenden situationsangemessen weiterzuentwickeln.

Nachfolgeprojekte (ab 2021)

  • Ausbildung von studentischen – sowie fachdidaktischen und -wissenschaftlichen – Tutoren und Schreiberater:innen, die fachkundig Schreibwerkstätten und andere Schreiblernsettings planen und durchführen sowie professionelle Schreibberatungsgespräche in Einzel- und Gruppensettings führen.
  • Aufbau eines Schreibzentrums (für den Hochschulverbund West), in Kooperation mit dem SchreibCenter der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt.
Digitale Quellensammlungen und Didaktik

Digitale Quellensammlungen und Didaktik

 

Seit mittlerweile über 30 Jahren ist das Thema „Digitalisierung“ in Deutschland und Europa ein viel diskutiertes Thema, das ganz unterschiedliche Implikationen mit sich brachte und bringt. Zum einen werden die Potenziale und Chancen der digitalen Medien gesehen, andererseits werden die Gefahren der digitalen Medien hervorgehoben. Dieser für Deutschland und Österreich symptomatische Diskurs führt dazu, dass die Integration und Arbeit mit digitalen Medien und Quellen(sammlungen) in den bzw. im Unterricht – im Gegensatz zu einer Reihe von Industrie- und Schwellenländern – nur sehr schleppend gelingt. Viele Fragen sind in diesem Zusammenhang unbeantwortet und es bedarf noch vieler Untersuchungen, Projekte und Initiativen auf verschiedenen Ebenen.

Um weitere Digitalisierungs-Projekte und vergleichende Untersuchungen zu digitalisierten Materialien sinnvoll durchführen zu können, bei denen auch Schüler*innen und Studenten*innen sowie ihre Lehrer*innen und Dozent*innen einbezogen werden, damit an Schulen, Hochschulen und Universitäten mit digitalisierten Texten sinnvoll gearbeitet wird, bedarf es einer vergleichenden Bestandsaufnahme und Evaluierung auf verschiedenen Ebenen an Schulen, Hochschulen und Universitäten im In- und Ausland.

Hauptziel ist es, die Relevanz digitaler Quellensammlungen für die Lehre und Forschung an Schulen, Hochschulen und Universitäten zu eruieren.

Dazu werden zunächst Befragungen an diversen Schulen, Hochschulen und Universitäten (in Deutschland und Österreich, in der Slowakei, in Tschechien und in Polen) durchgeführt, bei denen der Ist-Stand, die Kenntnisse und das Interesse erkundet werden soll. Im Sinne einer sinnvollen Nutzung der digitalisierten Materialien und einer Nachhaltigkeit ist es wichtig, nicht nur die „Aufrufzahlen“ der Homepages zu berücksichtigen, sondern u.a. mit Hilfe von Fragebögen „Begleitforschung“ zu betreiben.

Dabei soll u.a. erfragt werden, wie die Ausstattung an den Schulen, Hochschulen und Universitäten ist (Netzwerk, Software, Endgeräte, Internet), über welche Kennt-nisse die Beteiligten (Schüler*innen, Studenten:innen, Lehrer:innen und Dozent:innen) verfügen und wie mit digitalen Materialien und speziell mit digitalen Quellensammlungen (wie z.B. ANNO, DiFMOE, Europeana) im Unterricht gearbeitet wird. Dadurch soll auch ein Bewusstsein für (historische) deutschsprachige Quellen geschaffen werden.

Der Mehrwert ist erheblich, weil wir in Zukunft über validere Daten zur Nutzung der Materialien verfügen würden und zudem die Bekanntheit von Plattformen wie ANNO oder DiFMOE vergrößert werden könnte.

Die (vergleichenden) Ergebnisse werden auf Fortbildungsveranstaltung und Tagungen vorgestellt und in Publikationen der Wissenschaft, Politik und Schulen sowie einer breiteren Öffentlichkeit präsentiert bzw. zur Verfügung gestellt.

Literaturhinweise:

Meier, Jörg (2017): Wie digitale Medien das Leben junger Menschen verändert – Chancen und Risiken, Aufgaben und Perspektiven. In: transfer Forschung – Schule. Jg. 3. Bd. 3. Digitale P@dagogik – zwischen Realität und Vision. Bad Heilbrunn, 91-101.

Meier, Jörg (2018): Reflektierter Einsatz „neuer“ Medien im Deutschunterricht. Zukunft des Lesens oder Ende des Buches? In: Paul Resinger (Hrsg.): Förderung der Lesekompetenz von Jugendlichen in Ausbildung. Baden-Baden, 15-24.

Meier, Jörg (2020): Reflektierter Einsatz „neuer“ Medien im (Sprachen-)Unterricht. Chancen und Risiken, Aufgaben und Perspektiven. In: Agnes Klein/Éva Márkus/Jörg Meier (Hrsg.) „Auf die Lehrenden kommt es an“. Zum 200jährigen Jubiläum der deutsch-sprachigen Primarschullehrerbildung in Ungarn. (Beiträge zur Fachdidaktik 5). Wien, 97-112.

Populistische Wahlwerbung im Vergleich

Populistische Wahlwerbung im Vergleich

 

Das von der Aktion Österreich – Tschechische Republik. Wissenschafts- und Erziehungskooperation finanzierte Forschungsprojekt wird – als Nachfolgeprojekt des Projekts „Die Wiederkehr des Nationalen – Nationale Elemente in der Produktwerbung im Vergleich Österreich – Tschechien – Didaktisch-wissenschaftliche Kooperation“ – in den Jahren 2020-2021 in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Dr. Georg Schuppener (Univerzita Jan Evangelista Purkyně Ústí nad Labem, Lehrstuhl für Germanistik) und Univ.-Prof. Dr. Jörg Meier durchgeführt.

Das Projekt widmet sich dem Phänomen, dass in jüngerer Vergangenheit Populismus in der Politik eine immer größere Rolle spielt. Dieses Thema soll ganz konkret an Wahlwerbung näher betrachtet werden, und zwar im Vergleich der Werbung in Deutschland, Österreich, Tschechien und der Slowakei. An Hand der Sprache soll untersucht werden, welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten dabei zu erkennen sind.

Die Ergebnisse werden didaktisch aufbereitet und im Jahr 2021 in einem Band der neuen Buchreihe „Europäische Beiträge zur Angewandten Germanistik“ präsentiert:

Meier, Jörg/Schuppener, Georg (2021): Populistische Wahlwerbung im Vergleich. Der Begriff „Heimat“ in Deutschland, Österreich, Tschechien und der Slowakei. Berlin [vgl. Anlage].

Mit Vorlesungen an der PH Tirol bzw. an der UJEP soll die Thematik auch in die Lehre integriert werden. Auf diese Weise kann zugleich die bereits seit einiger Zeit bestehende Lehr- und Forschungskooperation substanziell vertieft werden.

Literaturhinweise:

Meier, Jörg (2018): Sprachwandel in der Anzeigenwerbung vom 18. bis zum 20. Jahrhundert. In: Luise Czajkowski/Sabrina Ulbrich-Bösch/Christina Waldvogel (Hrsg.): Sprachwandel im Deutschen. (Lingua Historica Germanica. Studien und Quellen zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur 19). Berlin, Boston, 349-360.

Meier, Jörg/Schuppener, Georg (2018):Werbesprache in der Mitte Europas. Nationale Elemente in der Produktwerbung im Vergleich. (Beiträge zur Fachdidaktik 2). Wien.

http://www.praesens.at/praesens2013/?p=7014

Arbeitsschwerpunkte

Arbeitsschwerpunkte

 

Die Mitarbeiter:innen des Deutsch-Teams haben Arbeitsschwerpunkte in den vier großen Bereichen der Deutschdidaktik

  • Sprechen und Zuhören – Mündlicher Sprachgebrauch,
  • Schreiben – Schriftlicher Sprachgebrauch,
  • Reflexion über Sprache,
  • Lesen – Textrezeption,

sowie darüber hinaus in folgenden Bereichen der Germanistischen Sprachwissenschaft und Fachdidaktik Deutsch:

  • Sprach-, Literatur- und Mediendidaktik
  • Angewandte Linguistik
  • Soziolinguistik und Varietätenlinguistik
  • Dialektologie
  • Pragmatik
  • Textlinguistik
  • Grammatik
  • Deutsch als Fremd- und Zweitsprache
  • Deutsche Sprache und Kultur im Ausland
  • Interkulturelle Kommunikation
  • Sprach(en)politik / Sprache und Politik
  • Sprachkontakte und Mehrsprachigkeit
  • Fachsprachenforschung
  • Medien- und Werbesprachenforschung
  • Neue Medien im Deutschunterricht
  • Historische Linguistik, Sprachgeschichte und Sprachwandel
  • Handschriftenkunde und Editionsphilologie

 

RECC & Kooperationen

RECC Deutsch und Mehrsprachigkeit

RECC Deutsch und Mehrsprachigkeit

 

Das RECC Deutsch und Mehrsprachigkeit wurde von einigen Mitarbeiter*innen des Teams Deutsch und des Teams Mehrsprachigkeit zusammen mit der Universität Innsbruck (in Zusammenarbeit mit Univ.-Prof. Mag. Dr. Barbara Hinger und Univ.-Prof. Dr. Johannes Odendahl) eingeworben.

Das RECC Deutsch und Mehrsprachigkeit

  • fördert fachdidaktische wie auch sprachdidaktisch ausgerichtete Forschung
  • wirkt bei der Ausbildung von Lehramtsstudierenden mit
  • entwickelt Weiterbildung für Lehrer*innen aller Schultypen und -stufen
  • unterstützt Schulen bei fachdidaktischen Schulprojekten
  • unterstützt die Einführung und Weiterentwicklung des kompetenzorientierten Unterrichts
  • plant nachhaltige Weiterbildung
Nationale und internationale Kooperationen

Mitarbeiter:innen der Deutsch-Teams kooperieren darüber hinaus mit vielen nationalen und internationalen Bildungs- und Forschungsinstitutionen, u.a.:

 

NCoC Bildung im Kontext von Migration und Mehrsprachigkeit – BIMM

 

Digitales Forum Mittel- und Osteuropa - difmoe

 

Forschungszentrum Deutsch in Mittel-, Ost- und Südosteuropa der Universität Regensburg -  FZ DiMOS

 

Gesellschaft für Angewandte Linguistik GAL

 

Gesellschaft für deutsche Sprache - gfds 

 

Internationale Gesellschaft für Dialektologie des Deutschen - igdd

 

Österreichisches Forum Deutschdidaktik ÖFDD

 

Österreichische Gesellschaft für Sprachendidaktik ÖGSD