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Schulentwicklung & Begleitung

An der Pädagogischen Hochschule Tirol wird das Potential der Beforschung der Aus-, Fort- und Weiterbildungsprozesse genutzt. Dabei stehen die Nachhaltigkeit und Wirkung der PHT im System der Lehrer*innenbildung im Fokus. Darunter fallen Forschungsprojekte, die sich mit Fragen des professionellen Lehrer*innenhandelns und der professionellen Begleitung von Schulentwicklungsprozessen, in denen Lehrpersonen in verschiedenen Institutionen in ihrer Professionalisierung unterstützt werden (Mentoring etc.), beschäftigen. Es werden auch Fragen nach Faktoren gestellt, welche Professionalisierung beeinflussen, und wie man diese durch Aus-, Fort- und Weiterbildungsprozesse unterstützen kann. Darüber hinaus sollen Schulentwicklungen wie Clusterbildungen und deren Auswirkungen beforscht werden.

 

Eines der wichtigsten Ziele ist der Aufbau einer quantitativen (large-scale) und qualitativen Professionsforschung, die danach fragt, welche allgemeinen und individuellen Umgangsweisen pädagogisch Handelnde im Verlauf ihrer (Berufs-)Biografie entwickeln, welcher Fort- und Weiterbildungsbedarf entsteht und welche Aus-, Fort- und Weiterbildungsprozesse im Sinne einer Wirkungsforschung „funktionieren“.


Projekte & Forschungsansätze


GRUNDKOMPETENZEN ABSICHERN

 

Leitung: 

Gabriele Rathgeb

  gabriele.rathgeb@ph-tirol.ac.at 

  Visitenkarte

 

Grundkompetenzen absichern - GRUKO

„Im Mittelpunkt stehen die SchülerInnen, auf ihren Erfolg ist das gesamte Projekt ausgerichtet. Es geht
um ihr Lernen, ihre persönliche Entwicklung, ihre Selbständigkeit, ihre Lernerfahrungen und ihren
individuellen Weg beim Erwerb jener Kompetenzen, die sie im Leben brauchen werden.“

 

BMBWF 2017, Intention und Rahmenbedingungen des Projekts Grundkompetenzen absichern

 

Das unter der Leitung des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung österreichweit durchgeführte Projekt „Grundkompetenzen absichern“ (kurz GRUKO) soll insbesondere Schulen in herausfordernden Lagen eine besondere Unterstützung und Begleitung zukommen lassen. Ziel des Projekts ist es, Pflichtschulen, deren Schüler*innen bei den Bildungsstandardüberprüfungen zu mindestens 20% die Bildungsstandards nicht erreicht haben und deren Schulergebnis unter ihrem Erwartungswert liegt, dabei zu unterstützen, „die Stärken und Schwächen ihrer SchülerInnen so früh wie möglich zu erkennen und diese im Rahmen der Individualisierung und differenzierten Lernbegleitung zu berücksichtigen“ (Projektbeschreibung BMBWF 2017, S. 1) und auf diesem Weg die Anzahl der Schüler*innen, die die Grundkompetenzen in Mathematik und Deutsch erreichen, zu erhöhen.

Das Projekt wird in den Bundesländern durch an den Bildungsdirektionen eingerichtete Steuergruppen geleitet und durch die Pädagogischen Hochschulen umgesetzt. Multiprofessionelle Teams, bestehend aus Schulentwicklungsberater*innen, Fachdidaktiker*innen und Schulpsycholog*innen, begleiten die Schulen über mindestens zwei, maximal drei Jahre. Gemeinsam mit der Schulleitung und dem Lehrer*innenkollegium wird eine Situationserhebung vorgenommen, werden Ziele formuliert und Maßnahmen zur Unterrichts-, Organisations- und Personalentwicklung überlegt und umgesetzt.

 

Der Start erfolgte im Schuljahr 2017/18 mit ca. 150 Schulen.

 

Derzeit befinden sich österreichweit rund 500 Schulen in den entsprechenden Beratungs- und Begleitprozessen, in Tirol sind es 26. Das Projekt läuft bis August 2022.

Evaluation GRUKO

Gleich mehrere Forschungsprojekte widmen sich der Evaluation des Projekts Grundkompetenzen entwickeln:

Die Studie unter der Federführung von Univ.-Prof. Dr. Herbert Altrichter (Universität Linz) setzt den Fokus auf Umsetzungs- und Rekontextualisierungsprozesse und auf die Einschätzung des Projekts durch die involvierten Systempartner*innen, Univ.-Prof. Dr. Franz Hofmann (Universität Salzburg) leitet ebenfalls ein Forschungsprojekt, das der Evaluation von GRUKO gewidmet ist. Dazu kommen Evaluationen der einzelnen Bundesländer bzw. der beteiligten Hochschulen.

Multiprofessionelle Teams im Bereich GRUKO

Eine Besonderheit des Projekts Grundkompetenzen entwickeln ist der Einsatz multiprofessioneller Teams. Die Arbeit mit multiprofessionellen Teams in der Schulentwicklungsberatung, aber auch in der Lehrer*innenfortbildung ist ein relativ neues und zugleich zukunftsträchtiges Modell. Das Forschungsprojekt zur Evaluation der bildungspolitischen Initiative GRUKO an der Pädagogischen Hochschule Tirol legt nicht zuletzt deshalb den Fokus vor allem auf die Arbeit der multiprofessionellen Teams. Dabei geht die Studie der Frage nach, welchen Mehrwert der Einsatz von MPTs für die Schulentwicklung hat, inwiefern es gelingt, die unterschiedlichen Zugänge, das Wissen und die Kompetenz der Beteiligten für die Erreichung der Projektziele fruchtbar zu machen, welche Faktoren sich hierbei als förderlich, welche als hinderlich herausstellen und welche Implikationen sich daraus für die Arbeit multiprofessioneller Teams in der Schulentwicklungsberatung und in der Lehrer*innenfortbildung ableiten lassen.

Weitere Informationen GRUKO

Projekt Grundkompetenzen absichern. SQA - Schulqualität Allgemeinbildung. Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung. http://www.sqa.at/course/view.php?id=177 (13.01.2020)

Ebd.: Intention und Rahmenbedingungen des Projekts Grundkompetenzen absichern. http://www.sqa.at/pluginfile.php/2148/course/section/1186/Intention%20u… (13.01.2020)

Ebd.: Rollen, Aufgaben und Verantwortlichkeiten im Projekt Grundkompetenzen absichern. http://www.sqa.at/pluginfile.php/2148/course/section/1186/Rollen%20Aufg… (13.01.2020)

ACHTUNG: Aufgrund der aktuellen Lage ist kein uneingeschränkter Zugriff zur moodle-Plattform möglich, da diese vorwiegend zum Fernunterricht für die Schulen in Österreich genutzt wird und an die Grenzen ihrer Kapazität stößt.


Innsbrucker Gespräche zur Schulentwicklung

Innsbrucker Gespräche zur Schulentwicklung

 

Dieses innovative Format der Begleitung von Schulentwicklung führt Verantwortliche aus unterschiedlichen Ländern und Staaten und unterschiedlichen Ebenen des Bildungssystems in einen aktiven Begegnungs- und Lernaustausch. 

Zunächst als Kooperationsprojekt zwischen der Pädagogischen Hochschule Tirol und dem Bereich Innovation und Beratung im Deutschen Bildungsressort Bozen realisiert, finden die Innsbrucker Gespräche zur Schulentwicklung im Jahr 2019 bereits zum dritten Mal und ab nun auch unter Beteiligung des Staatsinstituts für Schulqualität und Bildungsforschung München statt.

Die Tagungen umfassten Beiträge zu den Themengebieten Stärken entfalten – Diversität gestalten,  Heterogenität nutzen – Selbstorganisation gestalten und Qualität ermitteln – Werte vermitteln. 

 

Man blickt gespannt auf die zukünftigen "Gespräche zur Schulentwicklung", die in Innsbruck, Rechtenthal und München stattfinden werden.