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Forschungsbereiche und Publikationen

 

Anfangsunterricht

Ein laufendes Forschungsprojekt setzt sich mit dem Schriftspracherwerb im Anfangsunterricht auseinander (Andrea Raggl, Klaudia Kröll & Julia Festman). In diesem Forschungsprojekt soll untersucht werden,

(1) wie der Schriftspracherwerb in Tiroler Volksschulen konkret umgesetzt wird, welche Ansätze von Lehrpersonen im Anfangsunterricht verwendet werden und wie sie die Wahl des entsprechenden Vorgehens begründen.

(2) Eine kritische Analyse der verschiedenen Ansätze und auch der verwendeten Materialien soll die jeweiligen Möglichkeiten und Grenzen deutlich machen. Auch geht es darum, die strukturellen Bedingungen zu hinterfragen, in denen Lehrpersonen – gerade im Anfangsunterricht – arbeiten und über realistische Bewältigungsmöglichkeiten nachzudenken.


Vortrag Andrea Raggl, Klaudia Kröll und Julia Festman:
„Differenzierungspraktiken im Anfangsunterricht am Beispiel des Schriftspracherwerbs“
bei der Tagung Heterogenität multiperspektivisch reflektiert, November 2023, PH Tirol.


Weitere Publikationen in diesem Bereich:
Lechner, T., & Festman, J. (2022). Sprachliche Bildung für alle bereits im Anfangsunterricht. In E. Stadnik (Hrsg.), Sprachenvielfalt und Mehrsprachigkeit im Unterricht. Linguistische, sprachdidaktische und bildungswissenschaftliche Beiträge zur sprachlichen Bildung (S. 147-160). LITverlag.

Differenzierung

Neben der Differenzierung im Anfangsunterricht liegt ein weiterer Fokus der Forschungsarbeit auf dem Analysieren, Erstellen und Reflektieren von differenziertem Unterrichtsmaterial, insbesondere von Aufgaben und von Texten.

Impulsvortrag am 4.10.2024:
"Endlich wirklich differenzierter Deutsch-Unterricht – Konzepte, Umsetzung und Material"
von HS-Prof. Mag.a Julia Festman, Ph.D. habil. (PH Tirol, Leiterin des Bundesschwerpunkts Fachdidaktik Deutsch in der Primarstufe):
Differenzierung ist ein Modewort, das viele Materialien für den Deutsch-Unterricht schmückt. Da die Leistungsspanne in den Klassen enorm ist, reicht eine Differenzierung auf visueller Ebene nicht. Es braucht eine Binnendifferenzierung, welche die kognitiven und sprachlichen Anforderungen berücksichtigt. Im Impulsvortrag wird vorgestellt, welche Differenzierungskonzepte möglich sind und wie sie umgesetzt werden können. Aufgezeigt wird auch, worauf bei Aufgabenstellungen und Materialauswahl geachtet werden kann.

Workshop am 4.10.2024:
"Differenzierung bei Lesetexten verstehen und für sprachliche Bildung nutzen":
Gerade für das Lesen sind Lesetexte, die sprachlich gut differenziert sind, eine wesentliche Grundlage für effektive Leseförderung. Im Workshop werden verschiedene Lesematerialien genauer betrachtet, die angeben, differenziert zu sein. Wir besprechen und erarbeiten, worum es bei der Differenzierung von Lesetexten geht, welches Material sinnvoll differenziert und wie diese Differenzierung für die Förderung der sprachlichen Bildung genutzt werden kann.

Frühlesende Kinder

Aus Festman (2024, S. 148): "Wer sind die frühlesenden Kinder?":
„Frühleser*innen sind Kinder, die frühzeitig und eigenständig, d.h. bereits vor einer formalen Instruktion in Bildungsinstitutionen, gelernt haben zu lesen.
Frühleser*innen hatten die Gelegenheit, sich mit Schrift, dem Lesen und mit Büchern auseinanderzusetzen und haben diese Gelegenheit dazu genutzt, um den schriftsprachlichen Code zu knacken, also die Zusammenhänge zwischen Buchstaben und Lauten (Graphem-Phonem-Korrespondenz) zu durchschauen, sich diese anzueignen und beim Lesen anzuwenden.

So beschreibt z.B. Wais (2019, S. 13): "Lesen und Schreiben konntest du längst. Du hattest es dir selbst beigebracht. Vor allem beim Autofahren. Reklameschilder interessierten dich besonders. Du hattest es schnell heraus, dass da immer wieder die gleichen Zeichen vorkamen. Und wenn dann im Fernsehen die Namen der Sachen gesagt wurden, die man kaufen soll, und dazu das Bild von der Verpackung erschien mit der gleichen Zeichenfolge wie auf der Reklametafel, war bald klar, wie die Worte mit den Zeichenfolgen zusammenhängen."

Das Lesenlernen ist vorwiegend selbstinitiiert und eigenmotiviert. Lehwald (2017) betont insbesondere die Motivation, die auf Gegenstände und Tätigkeiten (wie Lesen) bezogen ist und die sich als Neugier, hohe Wissbegier und Erkenntnisstreben zeigt. Neben der Verfügbarkeit von Schrift bzw. Büchern und dem großen Interesse daran, ist eine hohe Konzentrationsfähigkeit ausschlaggebend, durch die es z.B. leichter fällt, sich die Graphem-Phonem-Korrespondenz einzuprägen (Schneider, 2017, S. 39). Auch problemlösendes, logisches Denken sind notwendig, da es ja doch einer fundamentalen Zuordnungs- und Übersetzungsleistung bedarf, gerade bei einer nicht durchwegs lautgetreuen Sprache wie dem Deutschen. Zudem müssen die Kinder persistent sein, immer wieder üben und Anstrengungsbereitschaft haben.“


Bisherige Publikationen zu diesem Forschungsbereich:
Festman, J. (2024). "Du kannst ja schon lesen!" - Angemessene Förderung von Frühlesenden zu Beginn des Schriftspracherwerbs. In S. Rogl, C. Resch, E. Bögl, B. Gürtler, S. Hinterplattner & J. Klug (Hrsg.), "Begabung verändert – förderliche Lernwelten erforschen, gestalten, implementieren" (S. 148-158). Waxmann. open access
Festman, J. (2023d). Gifted Early Readers' Health Development and Well-Being: A Survey on Teachers' Attitudes, Beliefs, Knowledge and Pedagogical Practices in the Regular Classroom. Medical Research Archives, 11(8). https://doi.org/10.18103/mra.v11i8.4355

Hören, Hörstift, Hörbuch

Im Bereich Hören erarbeiten wird Hinweise, Empfehlungen und Tipps, wie die Kinder im Unterricht in Hinblick auf das Zuhören unterstützt werden können und wie ihre Hörkompetenz gezielt gefördert werden kann. Dabei machen wir aufmerksam auf die Unterschiede zwischen dem Alltagshören und den Hörkompetenzen, die im Schulkontext notwendig sind und trainiert werden sollten.

Workshop am 4.10.2024
"Mit dem digitalen Hörbuch Lesen und Hören fördern"

In diesem Workshop werden wir uns mit dem digitalen Hörbuch beschäftigen. Wie kann die Methode Lesen und Hörbuch gleichzeitig im Unterricht der Primarstufe eingesetzt werden? Was fördert die Methode und was ist der Unterschied zum Vorlesen? Wir werden uns gemeinsam selbst gestaltete Hörbücher von Studierenden ansehen und darüber sprechen, wie man als Lehrperson ein Hörbuch (z. B. mit Schüler:innen) erstellten kann.

Bisherige Publikationen:
Festman, J., Gerth, S., & Reiter, C. (2024). (Zu)Hördidaktik in der Primarstufe, insbesondere für Kinder mit anderen Erstsprachen: Ideen für den Unterricht. Fremdsprache Deutsch (Themenheft Hörkompetenzen entwickeln), 70, 21-29. https://www.fremdsprachedeutschdigital.de/
Festman, J. (2023). Alltagshören ist nicht gleich Hören im Schulkontext. In A. Paier (Hrsg.), EIN RECHT AUF SPRACHE, Sprachheilpädagogische Interventionen - Fundamente der Inklusion (S. 111-121). Lernen mit Pfiff.

Der 2. Band der Buchreihe aus dem TWF-geförderten Projekt „Fachdidaktische Konzepte im Fach Deutsch in Tiroler Volksschulen und der Aspekt Mehrsprachigkeit“ untersuchte das Hören.
Hören in der Primarstufe (2021):
Kinder nutzen bereits lange vor Schulbeginn ihre Hörfähigkeit für den Spracherwerb höchst effektiv. Das Training der Hörfertigkeiten, das Hörverstehen und die Hördidaktik nehmen daher in der Primarstufe häufig relativ wenig Platz ein, da oft davon ausgegangen wird, dass die Kinder das schon können. Doch hat Hören im Schulkontext noch viele weitere Facetten, die geschult werden müssen.

Dieses Buch gibt Einblicke in die Grundlagen des Hörens sowie praktische Empfehlungen für die Förderung der Hörkompetenz und für die Hördidaktik. In diesen Theorie-Praxis-Bezug werden empirische Daten aus einer Fragebogenerhebung mit Lehrpersonen zum Hören in Tiroler Volksschulen eingebettet und präsentiert.

Wie Mehrsprachigkeit beim Hören im Schulkontext miteinbezogen werden kann und wie man Kinder mit Migrationssprachen für Höranforderungen im Schulkontext stärkt, zeigt das Buch ganz konkret und eröffnet damit eine Vielzahl von Wegen der Hörkompetenzförderung in Diversitätskontexten.

Aus Festman, J. (2023). Neues aus dem LeseInnovationslabor (Language Lab). Digitale Audiostifte für DaZ und Frühenglisch. In A. Paier (Hrsg.), EIN RECHT AUF SPRACHE, Sprachheilpädagogische Interventionen - Fundamente der Inklusion (S. 123-132). Lernen mit Pfiff.:
„Gerade durch digitale Hörmedien werden auch für den Unterricht neue Möglichkeiten einer individualisierten und differenzierten Sprachförderung geschaffen. Im Fokus dieses Beitrags sollen zwei wissenschaftliche Untersuchungen zur Arbeit mit Hörstiften (auch digitale Hörstifte, audio-digitale Stifte oder Audiostifte genannt) stehen, die im Rahmen des LeseInnovationslabors durchgeführt wurde. Hörstifte sind elektronische Datenspeichergeräte mit Kamera und integriertem Lautsprecher in Form eines dickeren Stiftes, mit dem Audiodateien abgespielt und meist auch aufgenommen werden können. Im Bereich der Sprachförderung ist Wortschatzerweiterung zentral, z. B. um gut verstehen zu können, was gemeint ist und um sich besser und differenzierter ausdrücken zu können. „Kinder im Schulkontext profitieren von direktem, explizitem Einführen von Wörtern, damit das neu gehörte Wort schnell einem Gegenstand, Bild etc. mental zugeordnet werden kann und somit eine Wortbedeutung klarer werden kann.“ (Festman 2021b, 140). Der Hörstift unterstützt und erweitert das schnelle und fokussierte Lernen von Wortbedeutungen durch die Wiedergabe des entsprechenden Wortes: Die Kombination von eindeutigem Bild (z. B. Banane) mit dem abgedruckten Schriftzug des Wortes (die Banane) und der Audiopräsentation (/baˈnaːnə/) über den Hörstift kann zum einen ein selbständiges Wörterlernen sehr gut unterstützen. Zum anderen bietet der Hörstift eine unbeschränkte Wiederholbarkeit der Audiopräsentation, was für selbstgesteuertes und individualisiertes Lernen im Bereich der Hörkompetenz zentral ist (Festman et al. 2021). Denn wird ein neues Wort nur einmal gehört oder nur unklar vernommen, ist es schwer bis unmöglich, sich dieses auch gleich korrekt zu merken. Der Hörstift bietet die Möglichkeit, sich das neue Wort so oft wie nötig anzuhören, die Hörquelle ist nahe am Ohr und so kann gut wahrgenommen werden, wie man das neue Wort ausspricht. Und gerade mit Wiederholung erfolgt das Wortschatzlernen an sich leichter und nachhaltiger (Festman 2021a; Festman et al. 2021).“

Weitere Publikationen in diesem Forschungsbereich:
Festman, J. (2023). Digitales Lesen und Hören in vielen Sprachen. LESEN - Die Zeitschrift für Ihren Deutschunterricht, 3, 24-25.
Festman, J. (2022). Hör und lies ganz genau! LESEN - Die Zeitschrift für Ihren Deutschunterricht, 4, 24-25.
Festman, J. (2021). Bilderbuchkino: Vorlesen im Distance Learning. Unterrichtsbeispiel DaZ: Klassenstufe 1-4. LESEN. Die Zeitschrift für Ihren Deutschunterricht, 1, 24-25. https://www.jungoesterreich.at/zeitschrift-lesen/infos-und-bestellung

Lesen

Workshop am 4.10.2024
Effektiv Lesestrategien in der Primarstufe einsetzen

Lesestrategien sind mentale Werkzeuge zur Arbeit mit Texten und helfen Schüler:innen, die in einem Text enthaltenen Informationen zu erschließen und zu behalten. Sie können nicht einfach vorausgesetzt werden. Vor allem Schüler:innen mit wenig Leseerfahrung brauchen die systematische Vermittlung im Unterricht, um einen guten Zugang zu Texten und ihnen oft fremden Textsorten zu bekommen. Dabei hilft ein Lesestrategiefächer, bei dem sowohl das Vorwissen als auch die Auseinandersetzung mit dem Wortschatz sowie die Bedeutung von Schlüsselwörtern für das Zusammenfassen und das Erstellen eines eigenen Leseprodukts im Vordergrund steht.
In diesem Workshop wird auf die spezifischen Schwierigkeiten beim Lesen in der deutschen Sprache, insbesondere der Bildungssprache eingegangen. Weiters werden Lesefördermöglichkeiten – auch ganz praktisch – vorgestellt und gemeinsam ausprobiert (s. Festman, Gerth, Reiter, & Alber, 2020).
• Kurzer theoretischer Input
• Analyse von Lesetexten versch. Schulstufen
• Praktische Anwendung des Lesefächers

Das laufende TWF-geförderte Forschungsprojekt „Fachdidaktische Konzepte im Fach Deutsch in Tiroler Volksschulen und der Aspekt Mehrsprachigkeit“ hat die fachdidaktische Umsetzung der großen Kompetenzbereiche im Lehrplan (Lesen, Schreiben, Hören-Sprechen-Miteinander reden, Rechtschreibung) mittels online-Erhebung untersucht. Aus den Ergebnissen dieser Fragebogenerhebung in Tirol und einer extensiven Literaturrecherche sind bislang mehrere Bücher im Waxmann Verlag erschienen:
Lesen in der Primarstufe (2020)
Lesen in von Diversität geprägten Klassen in der Primarstufe unterrichten – welche Methoden für den Schriftspracherwerb sind in diesem Kontext wirksam? Wie kann man Leseflüssigkeit fördern? Warum ist der Sichtwortschatz so wichtig und weshalb helfen Lautleseverfahren und kooperative Leseformen? Auf diese und weitere Fragen versucht dieses Buch Antworten zu geben. Es gibt Einblicke in die Theorie des Lesens sowie praktische Empfehlungen für Leseerwerb und -unterricht in der Primarstufe. In diesen Theorie-Praxis-Bezug werden empirische Daten zum Lesen in Tirol eingebettet und präsentiert.

Kernbereiche der Leseförderung werden genauer beschrieben, wie z.B. Möglichkeiten des Vorlesens, die Arbeit mit Lesestrategien, Bilderbüchern und Klassenlektüren, die Lesekompetenz in allen Fächern sowie das Stärken des Leseselbstkonzepts und der Lesemotivation.

Wie Mehrsprachigkeit beim Lesen im Schulkontext einbezogen werden kann und wie man Kinder mit Migrationssprachen beim Lesenlernen unterstützt, zeigt das Buch ganz konkret und eröffnet damit eine Vielzahl von Wegen des Lesens in Diversitätskontexten.

Im Rahmen des TWF-Projekts ist auch folgender Beitrag entstanden:
Festman, J. (2022i). Wege zur sprachlichen Bildung mit sprachlicher Vielfalt: Ergebnisse einer Fragebogenstudie zum Leseunterricht. In E. Stadnik (Hrsg.), Sprachenvielfalt und Mehrsprachigkeit im Unterricht. Linguistische, sprachdidaktische und bildungswissenschaftliche Beiträge zur sprachlichen Bildung (S. 55-66). LITverlag.

Das laufende Großprojekt INNALP Education Hub (FFG-gefördert) wird in Kooperation mit der Universität Innsbruck und der FH Kufstein durchgeführt. Das INNALP Education Hub schafft im Zentrum der Alpen ein Infrastrukturangebot, wo Bildungsinnovationen entwickelt und erprobt werden. Das language lab wurden als Innovationslabor eingeworben und steht im Themenbereich des Bundesschwerpunkts: Ein Ziel ist die Nutzung sowie Erforschung von Sprachförderansätze im Zusammenhang mit neuen Medien im sprachbewussten und sprachintensiven Deutschunterricht in der Primarstufe. Zu diesem Ziel widmet sich das LeseInnovationslabor der Erforschung der Lesekompetenz (https://www.innalp.at/de/innovationslabore/language-lab).
Festman, J. (2023). Neues aus dem LeseInnovationslabor (Language Lab). Digitale Audiostifte für DaZ und Frühenglisch. In A. Paier (Hrsg.), EIN RECHT AUF SPRACHE, Sprachheilpädagogische Interventionen - Fundamente der Inklusion (S. 123-132). Lernen mit Pfiff.

Weitere Publikationen im Bereich Lesen:
Festman, J. (2022). Lesekultur mit dem "Buch der Woche". LESEN - Die Zeitschrift für Ihren Deutschunterricht, 5, 24-25.
Festman, J. (2022). Lesestrategien mit dem DaZ-Lesefächer. LESEN - Die Zeitschrift für Ihren Deutschunterricht, 3, 24-25.
Festman, J., & Schwieter, J. (2019). Self-Concepts in Reading and Spelling among Mono- and Multilingual Children: Extending the Bilingual Advantage. Behavioral Science, 9, 39. doi: 10.3390/bs9040039
Gerth, S., & Festman, J. (2021). Reading Development, Word Length and Frequency Effects: An Eye-tracking Study With Slow and Fast Readers. Frontiers in Communication - Language Sciences 6:743113. doi:10.3389/fcomm.2021.74311

Mehrsprachigkeit

Im Bereich der Mehrsprachigkeit wurde umfangreich geforscht. Forschungsarbeiten beinhalten kindliche Mehrsprachigkeit und Spracherwerb, Mehrsprachigkeit im Schulkontext, Mehrsprachigkeit von Erwachsenen auf sprachlicher und psycholinguistischer Ebene und die kognitiven Auswirkungen von Mehrsprachigkeit ebenso wie die kognitiven Neurowissenschaften von Zweisprachigkeit und das lebenslange Lernen.
Festman, J. (2024). Mehrsprachigkeit in allen Fächern. LESEN - Die Zeitschrift für Ihren Deutschunterricht. online https://lesen.jungoesterreich.at/wissen-und-praxis
Festman, J. (2024). Mehrsprachigkeit in allen Fächern - Tipps für den Unterricht. LESEN - Die Zeitschrift für Ihren Deutschunterricht.online https://lesen.jungoesterreich.at/wissen-und-praxis
Schwieter, J.W., & Festman, J. (2023). The Cognitive Neuroscience of Bilingualism. Cambridge University Press.
Pfenninger, S.E., Festman, J., & Singleton, D. (2023). Second Language Acquisition and Lifelong Learning. Routledge.
Festman, J., & Poarch, G.J. (2023). Theories and Models in Cognitive Bilingualism. In A. Ferreira & J.W. Schwieter (eds.), The Routledge Handbook of Translation, Interpreting and Bilingualism (p. 27-44). Routledge.
Festman, J., & Trenker, J. (2023). What happens when a Primary School embraces Multilingualism? Students' and Teachers' Views on the Project "Sprachen beflügeln". In H. Böttger N. Schlüter (Hrsg.), Fortschritte im frühen Fremdsprachenlernen - Band zur 5. Konferenz (S. 147-172). Schriftbild.
Festman, J. (2023c). Digitales Lesen und Hören in vielen Sprachen. LESEN - Die Zeitschrift für Ihren Deutschunterricht, 3, 24-25.
Festman, J. (2022g). Mehrsprachigkeit im Leseunterricht. LESEN - Die Zeitschrift für Ihren Deutschunterricht, 3, 10-17.
Festman, J. (2022h). Tipps zu Mehrsprachigkeit im Klassenzimmer. LESEN - Die Zeitschrift für Ihren Deutschunterricht, 3, 18-19.
Festman, J., Czapka, S., & Winsler, A. (2022). How many moderators does it take till we know... that too many bilingual advantage effects have died? In K. Kersten & A. Winsler (Hrsg.), Understanding Variablity in Second Language Acquisition, Bilingualism, And Cognition. A Multi-Layered Perspective (S. 80-127). Routledge. doi: 10.4324/9781003155683-4  https://www.taylorfrancis.com/chapters/edit/10.4324/9781003155683-4/man…
Festman, J. (2021c). Learning and processing multiple languages: The more the easier? Language Learning, 71(S1), 121-162. https://doi.org/10.1111/lang.12437
Bellet, S., & Festman, J. (2021). Die Nutzung individueller, innerer Mehrsprachigkeit im Unterricht - ein Dilemma für Lehramtsstudierende zwischen Dialekt und Bildungssprache? Zeitschrift für Interkulturellen Fremdsprachenunterricht 26(2), 49-75. http://tujournals.ulb.tu-darmstadt.de/index.php/zif
Czapka, S., & Festman, J. (2021). Wisconsin Card Sorting Test reveals a monitoring a monitoring advantage but not a switching advantage in multilingual children. Journal of Experimental Child Psychology 204. https://doi.org/10.1016/j.jecp.2020.105038
Kimppa, L., Leminen, A., Sirri, L., & Festman, J. (eds.) (2020). Neurobehavioral Changes in Language Learning. Research Topic in Frontiers in Psychology/Communication /Human Neuroscience. https://www.frontiersin.org/research-topics/13920/neurobehavioral-chang…
Festman, J. (2020b). Wann können kognitive Potentiale zum Tragen kommen? In H. Böttger, J. Festman, & T. Müller, (Hrsg.), Language Education & Acquisition Research Conference Proceedings - Focussing Early Lanugage Acqusition (S. 15-30). Klinkhardt.
Festman, J. (2019a). Mehrsprachigkeit im Schulkontext. Jows - Languages at school 01/2019, 69-74. Abgerufen von http://jows.pl/artykuly/mehrsprachigkeit-im-schulkontext-%E2%80%93-was-sagt-die-forschung
Festman, J. (2019b). The psycholinguistics of multilingualism. In D. Singleton und L. Aronin (Hrsg.), Twelve Lectures on Multilingualism (S. 233-269). Multilingual Matters.
Festman, J. (2018a). Von Psycholinguistik und Neurowissenschaften zum Umgang mit Mehrsprachigkeit im Klassenzimmer. In H. Böttger und M. Sambanis (Hrsg.), Focus on Evidence II. Netzwerke zwischen Fremdsprachendidaktik und Neurowissenschaften (S. 107-118). Narr.
Festman, J. (2018b). From Psycholinguistics and Neurosciences to Dealing with Multilingualism in the Classroom. In H. Böttger und M. Sambanis (Hrsg.), Focus on Evidence II. Netzwerke zwischen Fremdsprachendidaktik und Neurowissenschaften (S. 119-122). Narr.
Festman, J., Poarch, G., & Dewaele, J.-M. (2017). Multilingual children from birth – how to raise, help, and enjoy them. Multilingual Matters.
Festman, J., Franceschini, R., Heine, L., Prochazka, A., & Piske, T. (2014). Die „>10“ Gebote der Mehrsprachigkeit. In H. Böttger und G. Bien, The multilingual brain. Zum neurodidaktischen Umgang mit Mehrsprachigkeit. Konferenzband TMB 2014 (S. 223-224).  EAP.
Reiterer, S., & Festman, J. (Hrsg.). (2014). Multilingual Brains: Individual Difference in Bi- and Multilinguals. Special issue. International Journal of Bilingualism, mit einem Vorwort von David Green.
Wattendorf, E., Festman, J., Westermann, B., Keil, U., Zappatore, D., Franceschini, R., Luedi, G., Radue, E.-W., Münte, T.F., Rager, G., & Nitsch, C. (2014). Early multilinguals engage brain regions involved in language control during sentence production. International Journal of Bilingualism, 18(1), 48-66.
Festman, J. (2013a). The complexity-cost factor. Commentary on Pickering & Garrod’s theory of language perception and production. Behavioral and Brain Sciences 36(4), 27-28. doi: 10.1017/S0140525X12001495
Festman, J. (2013c). Zwei- und Mehrsprachigkeit bei Kindern aus kognitiver und neurolinguistischer Sicht. BERLIN MEDICAL – SUPPLEMENT 01.13 PSYCHE UND REISEN, 8-12.
Festman, J. (2012a). Language control abilities of late bilinguals. Bilingualism: Language & Cognition, 15 (3), 580-593.
Festman, J. (2012b). Multilingual Brains and Individual Differences: a summary of new neuropsycholinguistic data and hypothesis. In K. Braunmüller, C. Gabriel, und B. Hänel-Faulhaber (Hrsg.), Multilingual Individuals and Multilingual Societies (S. 207-220).  John Benjamins.
Festman, J. (2012c). Schüler mit Migrationshintergrund – was bringen sie mit ins Klassenzimmer und was haben alle davon? In E. Winters-Ohle, B. Seipp, und B. Ralle (Hrsg.), Lehrer für Schüler mit Migrationsgeschichte (S. 183-191). Waxmann.
Festman, J. & Münte, T.F. (2012). Cognitive control in Russian-German bilinguals. Frontiers in Psychology, 3: 115.
Rodríguez-Fornells, A., Krämer, U.M., Lorenzo-Seva, U., Festman, J., & Münte, T.F. (2012). Self-assessment of individual differences in language switching. Frontiers in Psychology, 2:388.
Festman, J., Rodriguez-Fornells, A., & Münte, T.F. (2010). Individual differences in control of language interference in late bilinguals are mainly related to general executive abilities. Behavioral and Brain Functions, 6:5, http://www.behavioralandbrainfunctions.com/content/6/1/5.
Festman, J., & Kersten, K. (2010). Kognitive Auswirkungen von Zweisprachigkeit. In P. Burmeister und U. Massler (Hrsg.), CLIL und Immersion: Erfolgsbedingungen für fremdsprachlichen Sachfachunterricht in der Grundschule (S. 38-52). Westermann.
Wattendorf, E., & Festman, J. (2008). Images of the multilingual brain: The impact of age and manner of L2 acquisition. ARAL (Annual Review of Applied Linguistics), 28, 3-24.

Rechtschreibung

Bisherige Publikationen im Bereich Rechtschreibung:
Czapka, S., Klassert, A., & Festman, J. (2019). Executive functions and language: Their differential influence on mono- vs. multilingual spelling in primary school. Frontiers in Psychology, 10:97. doi: 10.3389/fpsyg.2019.00097
Festman, J., & Schwieter, J. (2019). Self-Concepts in Reading and Spelling among Mono- and Multilingual Children: Extending the Bilingual Advantage. Behavioral Science, 9, 39. doi: 10.3390/bs9040039
Der vierte Band in unserer Deutsch-Fachdidaktik-Reihe bei Waxmann ist geplant zur Rechtschreibung.

Schreiben

Wie können Kinder in der Primarstufe am besten dabei unterstützt werden, das Schreiben mit der Hand am effektivsten und besten zu erlernen? Wie können Lehrpersonen die Handschrift gezielt im Unterricht fördern? Momentan können die Lehrpersonen lediglich das fertige Schreibprodukt bewerten, d.h. sich die Buchstabenformen der Kinder nach dem Schreiben genau ansehen und die Leserlichkeit und Form der Schrift beurteilen. Über den eigentlichen, hochkomplexen Prozess des Schreibens, der sich vor allem am Schreibdruck auf der Schreiboberfläche widerspiegelt und durch die feinmotorischen Fähigkeiten der Kinder beeinflusst wird, ist sehr wenig bekannt. Wir arbeiten mit einem digitalen Schreibstift, der während des Schreibprozesses den Schreibdruck, die Schreibdauer, die Neigung des Stiftes, das Tempo und den Rhythmus des Schreibens erfasst. Zusätzlich kann die Stifthaltung beobachtet. Im Projekt wird eine App (Software) entwickelt, die Lehrpersonen mehr Informationen über den eigentlichen Schreibprozess rückmelden kann, als sie selbst im Unterricht beobachten können. Dadurch ist eine individualisierte Förderung des Schreibens möglich und die Kinder haben Freude daran spielerisch den digitalen Wunderstift zu entdecken und damit zu schreiben.

Workshop am 4.10.2024
Schreiben im Anfangsunterricht motivieren mit dem digitalen Wunderstift

Dieser Workshop zeigt, dass das Schreiben-lernen lange dauert, aber durch digitale Medien (z.B. einen Wunderstift) gefördert werden kann. Wie und warum funktioniert ein Schreibatelier? Wir teilen Erfahrungsberichte mit allen und probieren den Wunderstift live aus.

Das laufende Großprojekt INNALP Education Hub (FFG-gefördert) wird in Kooperation mit der Universität Innsbruck und der FH Kufstein durchgeführt. Das INNALP Education Hub schafft im Zentrum der Alpen ein Infrastrukturangebot, wo Bildungsinnovationen entwickelt und erprobt werden. Das language lab wurden als Innovationslabor eingeworben und steht im Themenbereich des Bundesschwerpunkts: Ein Ziel ist die Nutzung sowie Erforschung von Förderansätzen im Bereich der Handschrift in der Primarstufe. Hierfür wurde das Wunderstiftlabor gegründet (https://www.innalp.at/de/innovationslabore/language-lab).
Gerth, S. & Primus, P. (2024, erscheint). Digitale Stifte kompetenzorientiert im Unterricht einsetzen. In J. Knopf, & U. Abraham (Hrsg.), Schriftspracherwerb und Digitalisierung. Schneider Verlag.
Gerth, S., & Festman, J. (2023). Muscle Activity during Handwriting on a Tablet: An Electromyographic Analysis of the Writing Process in Children and Adults. Children, 10(4), 748.
Gerth, S., Klassert, A., Dolk, T., Fliesser, M., Fischer, M., Nottbusch, G., & Festman, J. (2016). Is learning to write affected by the surface? Comparing preschoolers’, second graders’ and adults’ writing performance on a tablet versus paper. Frontiers in Psychology, 7(225):1308. doi: 10.3389/fpsyg.2016.01308
Gerth, S., Dolk, T., Klassert, A., Nottbusch, G., Fischer, M., & Festman, J. (2016). Adapting to the surface: A comparison of handwriting measures when writing on a tablet computer and on paper. Human Movement Science, 48, 62-73.
Wotschack, C., Klassert, A., & Festman, J. (2016). Rapid Automatized Writing (RAW): Ein neuer Test zum Schreiberwerb. Spektrum Patholinguistik, 9, 195–206.

Sprachförderung/Diversitätssensibler Unterricht

Die inhaltliche Vorbereitung und Begleitung der Studierenden und Lehrpersonen im Rahmen der 2020 gestarteten Sommerschule des BMBWF hat zu Kooperationen mit der KPH Edith Stein (Stams) geführt. Im Zuge dieser Zusammenarbeit entstand das herausgegebene Grundlagenwerk von J. Festman (2021), „Deutsch lehren und lernen: diversitätssensible Vermittlung und Förderung“, das 2021 im Waxmann Verlag erschien. Dieses Buch wird sowohl zur Vorbereitung der Sommerschultätigkeit verwendet als auch in Lehrveranstaltungen im BA- und MA-Studium, insbesondere zur Sprachförderung und zum Umgang mit Diversität in der Klasse. In einem laufenden Forschungsprojekt wird die Sommerschule jährlich für Tiroler Primarstufen evaluiert.

Beim diversitätssensiblen Unterrichten (Festman, 2021) wird das Beobachten und Wahrnehmen von Diversität im Klassenkontext kombiniert mit einem Aufgreifen und Einbeziehen dieser Diversität in das Unterrichtsgeschehen. Dies können Kenntnisse in anderen Erstsprachen oder andere, besonders ausgeprägte Fähigkeiten und Fertigkeiten sein, wie z.B. das Frühlesen. Die Lehrperson unterrichtet auch sprachbewusst, d.h. sie agiert bewusst als Sprachvorbild. Sie schafft einen sprachintensiven, kommunikativen Unterricht, der die Redezeit und die aktive Unterrichtsbeteiligung der Schüler*innen erhöht. Dies ermöglicht zum einen das individuell aktive Einbeziehen von Vorkenntnissen, zum anderen auch gezielte Sprachförderung, wo noch Lücken vorhanden sind. Sprachsensibles Unterrichten zielt auf die Entwicklung der Bildungssprache bei allen Kindern ab. Hierfür braucht es intensive Begleitung und Sprachförderung, um die bildungssprachlichen Kompetenzen zu entwickeln. Gerade für das Arbeiten mit Texten und das Lesen werden neue Konzepte erarbeitet und beforscht, z.B. der Lesefächer (Festman et al., 2023).
Somit will der Bundesschwerpunkt einen Fokus setzen auf lernförderlichen und anregenden Unterricht, der diversitäts- und sprachsensibel angelegt ist, und analoge sowie digitale Materialien und Herangehensweisen gezielt auswählt und einsetzt. Wichtig ist hierbei besonders die Evidenzbasierung. Im Kontext von Vielfalt, deren Wahrnehmung und produktivem Einbeziehen in den Unterricht, soll ein Deutschunterricht im digitalen Zeitalter anvisiert werden, der die Kinder mit all ihrem Wissen und ihren Facetten einbezieht.
Festman, J. (Hrsg.). (2021). Deutsch lehren und lernen: diversitätssensible Vermittlung und Förderung. Waxmann.
Festman, J., & Maldonado, L. (2022). Die Sommerschule des BMBWF als neues Lehr/Lern-Format in der COVID-19-Pandemie: Ein Blick in Tiroler Volksschulen. transfer Forschung <--> Schule, 8, 110-132 [hrsg. von G. Rathgeb, T. Stornig, C. Vollmer & A. Wurzrainer, Bildung in der Krise]. Klinkhardt.

Das laufende Forschungsprojekt "Krisensichere, nachhaltige Sprachförderung für die Volksschule" wird vom TWF gefördert.
Die Bedeutung sprachlicher Bildung für alle Lernprozesse ist deutlich wie noch nie, gilt deren Beherrschung als wichtige Voraussetzung für den Bildungserfolg. Sie steht als Kernstück der Diskussionen um Lesekompetenz, Integration, Lernen im Klassenzimmer oder online dar. Wichtig sind Konzepte, wie diese im Unterricht berücksichtigt und gefördert werden kann, und zwar in allen Situationen der gegenwärtigen Krisen, ohne die sozio-emotionale Entwicklung der Kinder dabei zu vergessen. Das Ziel des Forschungsprojekts ist herauszufinden, wie mit der Komplexität der aktuellen Anforderungen an das Unterrichten in der Volksschule, geprägt von grundsätzlichen Anforderungen der Kompetenzentwicklungen im Bereich sprachliche Bildung und Lesen und durch plötzlich auftretende Krisen zusätzlich erschwert, produktiv und effektiv umgegangen werden kann. Das Forschungsprojekt fällt in den Bereich der anwendungsorientierten Forschung. Vier Konzepte für den Deutschunterricht sollen zusammen ein Paket für „krisensichere, nachhaltige Sprachförderung“ liefern, das sich durch sprachförderliche, differenzierende, diversitätssensible und digitale Aspekte auszeichnet. Lehrpersonen einer Tiroler Volksschule lernen diese Konzepte in einem mehrwöchigen Training kennen und können sie anschließend im Schulkontext testen; die Durchführung wird vom Projektteam begleitet und evaluiert. Hierfür werden Fragebögen, Beobachtungen und Interviews durchgeführt. Somit soll eine erprobte, krisenresistente Sprachförderung im Deutschunterricht der Volksschule, die auch den bestehenden Anforderungen wie sprachliche Bildung und Leseförderung nachhaltig und wirksam begegnet, für die Bildung der Zukunft entstehen.

Eines der Konzepte ist das mehrsprachige Lernen von wesentlichem Wortschatz:
Festman, J. (2018). Vocabulary Gains of Mono- and Multilingual Learners in a Linguistically Diverse Setting: Results From a German-English Intervention With Inclusion of Home Languages. Frontiers in Communication, 03 July 2018. https://doi.org/10.3389/fcomm.2018.00026
Festman, J. & Rinker, T. (2014). PROBIMUC – A Program for bilingual and multilingual children – Ein Sprachförderprogramm. Sprachförderung und Sprachtherapie in Schule und Praxis, 1, 45-54.
Festman, J. (2013). PROBIMUC – ein Programm für bilinguale und multilinguale Kinder. Hrsg. vom Ministerium für Bildung, Jugend und Sport. KITADEBATTE, 1, 118-121.

Das laufende Forschungsprojekt PIVOT (Promoting Inclusive Instruction for Active Participation in Diverse Classrooms) wird von Erasmus+ KA2 durch die Europäische Kommission gefördert.
Das PIVOT-Projekt zielt darauf ab, ein innovatives Leseerziehungsprogramm zu entwickeln, um sprachliche und soziale Ungleichheiten im Klassenzimmer in Volksschulen zu überwinden. Das Programm basiert auf dem Einsatz integrativer Unterrichtspraktiken rund um wortlose Materialien. Lehrpersonen der Primarstufe werden durch ein Weiterbildungs- und Coachingprogramm angeleitet und unterstützt wortlose Materialien (z.B. Videos ohne Ton, Bilderbücher ohne Text) zum Thema Inklusion und Diversität im Unterricht einzusetzen. Für die Umsetzung des Programms wird ein experimentelles Gruppenforschungsdesign verwendet, das die Bewertung seiner Wirksamkeit auf die aktive Teilnahme der Schüler:innen und die Sprachentwicklung in integrativen Klassen ermöglicht. Im Rahmen des Projekts werden Instrumente und Unterrichtsmaterialien entwickelt und in Pilotprojekten in vier verschiedenen Ländern (Griechenland, Österreich, Rumänien, Zypern) getestet.

Texte verfassen

Eine bundesweite virtuelle Fortbildungsreihe zum dritten Band (Text verfassen) ist geplant für Nov./Dez. 2024.
    08.11.24    14:30-16:00    Schreibprozess und die Schreibkompetenz-Einflussfaktoren
    22.11.24    14:30-16:00    Textsortenüberblick
    06.12.24    14:30-16:00    Feedback, Textbewertung, Rückmeldestrategien
    20.12.24    14:30-16:00    Texte verfassen mit anderen Erstsprachen

Hier finden Sie Informationen über Angebote der Fort- und Weiterbildung von Pädagogischen Hochschulen im Bereich sprachliche und kulturelle Bildung im Kontext von Migration und Mehrsprachigkeit.

Festman J., Gerth, S., Mairhofer, M. & Reiter, C. (2023). Texte verfassen in der Primarstufe. Theorie und Praxis für erste Schreibprozesse, Textproduktion und Schreibdidaktik. Waxmann.
Texte verfassen in der Primarstufe (2023)
Schüler*innen beizubringen, gute Texte zu schreiben, gehört zur Aufgabe einer jeden Deutschlehrperson. Doch was ist ein guter Text? Wie kann der Unterricht gestaltet werden, damit Schüler*innen effektiv lernen, selbstständig gute Texte zu schreiben? Welche motivierenden Unterrichtsszenarien brauchen sie hierfür? Und wie können die Schreibprodukte bewertet werden?
Das Buch sieht das Schreiben von Texten als sehr komplexe, aber auch trainierbare Fähigkeit. Theoretische einleitende Erklärungen, etwa die vorschulische Schreibentwicklung, das Aufzeigen der Voraussetzungen für das Schreiben oder der genaue Ablauf des Schreibprozesses, werden ergänzt durch praktische Empfehlungen für die Schreibdidaktik sowie den Schreibunterricht mit DaZ-Kindern. Das Buch zeigt die Potenziale einer prozess-, aufgaben- und schüler*innenorientierten Schreibdidaktik und verschiedene Möglichkeiten von Schreibarrangements auf, geht auf Merkmale unterschiedlicher Textsorten und Schreibabsichten ein. Es wirft auch einen Blick auf jene Lernenden, die Schwierigkeiten dabei haben, Texte zu verfassen, z.B. Kinder mit wenig Textkompetenz oder geringem Wortschatz. Die Präsentation empirischer Ergebnisse aus der Fragebogenerhebung zum Kompetenzbereich Texte verfassen an Tiroler Volksschulen rundet den Theorie-Praxis-Transfer ab.

Weitere Publikationen zum Verfassen von Texten:
Festman, J. (2022f). Mehrsprachige Elfchen. LESEN - Die Zeitschrift für Ihren Deutschunterricht, 6, 24-25.
Festman, J., & Reiter, C. (2022). Creative Writing. LESEN - Die Zeitschrift für Ihren Deutschunterricht, 6, 10-15.
Festman, J., & Reiter, C. (2022). Tipps für Creative Writing im Unterricht. LESEN - Die Zeitschrift für Ihren Deutschunterricht, 6, 17-19.