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Außerordentliches Masterstudium MA (CE): Spezifische Lernförderung und Beratung (120 ECTS-AP)

Start im Herbst 2026 geplant

 

Qualifikationsprofil:
Die Qualität von Schulen steht in unmittelbarem Zusammenhang mit der Qualifikation der im Bildungssystem tätigen Personen. Die zunehmend komplexen Herausforderungen, mit denen Schulen konfrontiert sind, erfordern qualitätsvoll ausgebildetes Personal, das aus mehreren professionellen Perspektiven Problemlagen und Zielsetzungen von Schulen in den Blick nimmt, ko-konstruktiv lernförderliche Bedingungen schafft und das professionelle Handeln aller Beteiligten stärkt. Dabei ist Schule nicht allein als Wirkungsfeld von Lehrpersonen im engeren Sinne zu verstehen: Auch multiprofessionelle Teams, bestehend etwa aus Therapeut:innen, Psycholog:innen sowie Ergotherapeut:innen und Logopäd:innen, leisten einen wesentlichen Beitrag zum Bildungserfolg und zur ganzheitlichen Entwicklung der Schüler:innen.

 

Lehrpersonen sind primär für den Unterricht und die pädagogische Gestaltung ausgebildet. Die Begleitung von Kindern und Jugendlichen mit besonderen Lernschwierigkeiten, Aufmerksamkeitsschwierigkeiten oder Verhaltensauffälligkeiten braucht jedoch spezifisches Fachwissen, um präventiv die wirksame Förderung unterschiedlicher Lernvoraussetzungen zu gewährleisten und damit zur Entlastung und Qualitätssteigerung im Unterricht beizutragen. Daher ist oft ein Zusammenwirken in multiprofessionellen Teams ein wichtiger Bestandteil des Erfolges. 

 

Das außerordentliche Masterstudium, MA (CE) „Spezifische Lernförderung und Beratung“, nimmt dieses spezifische Fachwissen in den Blick und bildet die Absolvent:innen für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen aus, die besondere Schwierigkeiten beim Erwerb von Lese-, Rechtschreib- und/oder numerisch-rechnerischen Fertigkeiten aufweisen bzw. aufgrund von Aufmerksamkeitsschwierigkeiten und Verhaltensauffälligkeiten Unterstützung benötigen. 

 

Absolvent:innen dieses Studiums erwerben eine umfassende wissenschaftliche Fachexpertise zur Entwicklung von Lese- und Rechtschreibkompetenzen sowie zum Aufbau grundlegender Rechenfertigkeiten – sowohl bei Kindern mit typischen Entwicklungsverläufen als auch bei jenen mit Lernstörungen wie Legasthenie oder Dyskalkulie. Ein weiterer Fokus liegt auf dem Umgang mit Aufmerksamkeitsdefiziten sowie auf dem professionellen Umgang mit Verhaltensauffälligkeiten und der gezielten Förderung von Kindern im Autismus-Spektrum.

 

Das Studium verknüpft diese Fachexpertise mit vertieften Kenntnissen über mögliche Ursachen und Konsequenzen der genannten Herausforderungen im Lernprozess. Demgemäß erwerben die Absolvent:innen dieses außerordentlichen Masterstudiums wissenschaftliche Kenntnisse über den Einfluss von Lernschwierigkeiten und -störungen auf die soziale, emotionale und schulische Entwicklung. Neben grundlegendem Wissen zur Planung von Lernfördermaßnahmen, zur Verlaufsdokumentation und Evaluation werden die Absolvent:innen außerdem befähigt, geeignete Materialien für Beratungskontexte und für die evidenzbasierte Förderung betroffener Kinder und Jugendlicher zu entwickeln und verfügen nach Abschluss des Studiums über Anwendungskompetenzen in der Förderdiagnostik sowie im Einsatz gebräuchlicher Testverfahren (z. B. Lese-Rechtschreib- oder Rechentests). 

 

Dieses außerordentliche Masterstudium wird in Kooperation mit dem Institut für Psychologie der UMIT Tirol (Private Universität für Gesundheitswissenschaften und -technologie) durchgeführt. 

  • Start: voraussichtlich im Herbst 2026
  • berufsbegleitend freitags und samstags
  • Kosten werden noch bekannt gegeben.