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Mein Erasmusaufenthalt im Sommersemester 2022 in Padua, Italien

Mein Erasmusaufenthalt im Sommersemester 2022 in Padua, Italien

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Mein Auslandssemester 
Anna Telser 


 Ich starte meinen Bericht mit einem kleinen Rückblick, nämlich den Rückblick auf mein letztes Erasmus-Semester in Lissabon (denn dort entstand meine Idee, im kommenden Sommersemester nach Padua zu gehen).
Ich war also in Lissabon und war vor Begeisterung nicht zu stoppen und so entschied ich mich nochmal ins Ausland zu gehen, dieses Mal nach Italien. Warum genau Italien? In erster Linie dachte ich nur ans Italienisch-lernen. Da ich in Südtirol lebe und in der Schule seit der ersten Klasse Volksschule das Fach Italienisch habe, habe ich schon gute Italienischkenntnisse. Jedoch sind diese seit meinem Studium in Österreich ziemlich abgeschwächt, da ich nie mit Italienern Kontakt hatte und es so auch nie mehr gesprochen habe. So bewarb ich mich für einen Erasmusaufenthalt in Padua und war voller Begeisterung, schon wieder!
Im September 2021 fing ich an eine Wohnung in Padua zu suchen. Ich glaube es wäre leichter gewesen, eine Nadel im Heuhaufen zu finden…
Es war wirklich unmöglich eine Wohnung in diesem italienischen Städtchen zu finden. Als ich im Dezember noch immer keine Wohnung hatte, trotz täglichen Suchens, und im Jänner und Februar noch immer nicht, entschied ich mich in einem Hotel unterzukommen – zwischenzeitlich. Aus diesem Vorhaben wurde dann glücklicherweise trotzdem nichts, da ich eine Woche vor Semesterstart (!!) eine E-Mail von einem Heim in Padua bekam, in welcher stand, dass sie noch ein Einzelzimmer mit Bad für mich frei haben. So viel Glück muss man haben!
Mein Semester konnte also starten und ich war seit langem wieder etwas beruhigter.
Ich war Ende Februar in Padua angekommen und war sofort überwältigt von der kleinen Stadt. Auch wenn ich in Italien lebe, war dies eine neue Welt für mich, da die „richtigen“ Italiener:innen einfach anders als wir Südtiroler:innen sind. In allen Winkeln waren Aperols zu sehen, Pizzerien, Foccacialaden und Croissantstände, die sehr typisch für Italien sind! So aß ich mich die ersten Wochen durch Panzerottis, Aranchinis, Brioches usw…
Die Uni war am Anfang sehr aufregend und ich war voller Motivation dabei. Auch der Sprachkurs gefiel mir sehr gut und ich lebte mich gut in die italienische Kultur ein. Zu Beginn des Semesters hatte ich einige Komplikationen mit meinen ausgewählten Kursen. Ich musste einige Kurse aus meinem Learning Agreement streichen und Neue finden. Das war eine Challenge! Dabei bekam ich aber
Unterstützung von einigen Studentinnen meiner Klasse und so waren meine Kurse für das Auslandssemester gerettet.
Die Seminare waren sehr theorielastig. Das gefiel mir nicht so, aber am Ende bestand ich alle Prüfungen. Es waren tolle Glücksgefühle, die ich nach den ganzen Prüfungen hatte und ich war super stolz auf mich, dass ich die mündlichen und schriftlichen Prüfungen in Italienisch geschafft hatte. Ich konnte mich mittlerweile richtig gut verständigen.
Das Arbeiten mit italienischen Studenten war eine Bereicherung für mich, alle waren sehr freundlich und hilfsbereit und ich konnte viel von ihnen lernen.
In meinen Erasmussemester in Padua konnte ich vielseitige, neue Erfahrungen für mich mitnehmen. Ich habe meine Italienischkenntnis um ein Vielfaches verbessert und ich bin dankbar darüber, dass ich die Chance bekommen habe nach Padua zu gehen. Ich würde es immer wieder machen und bin sehr froh über diese ganzen wertvollen Erfahrungen, welche mir ein Leben lang in Erinnerung bleiben werden!