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Mobbing-Prävention

Bundesminister Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann hat für den Zeitraum von 01. Jänner 2021 bis 31. Dezember 2023 49 Mobbing(präventions)berater:innen österreichweit  bestellt.
Pro Bundesland wirken bis zu maximal 6 Mobbing(präventions)berater:innen aus den Zuständigkeitsbereichen der Bildungsdirektionen, der Pädagogischen Hochschulen und der Zentralanstalten.


In Erfüllung der Fürsorgepflicht geht es einerseits darum, wirksame Strukturen des Dienstgebers aufzubauen, die dazu dienen bei der Mobbingprävention zu unterstützen sowie in Mobbingverdachtsfällen den Betroffenen niederschwelligen Zugang zu Hilfestellung und Beratung durch qualifizierte Mobbingpräventionsbeauftragte zu ermöglichen. Andererseits soll dadurch eine laufende Sensibilisierung für das Thema Mobbing und Prävention in den genannten Bundesbereich stattfinden.
Die Mobbingpräventionsbeauftrage stehen außerhalb der dienstlichen Hierarchie und unterliegen damit nicht der Weisung durch Dienstvorgesetzte, sondern sind zur Verschwiegenheit verpflichtet. Sie beraten unmittelbar betroffene Bedienstete im Bundesbereich des jeweiligen Bundeslandes bei Mobbingverdachtsfällen auf zwei Ebenen, der personenbezogenen sowie der organisationsbezogenen Ebene. Mobbingpräventionsberatung von Studierenden oder Schüler:innen gehört nicht zu ihrem Aufgabenbereich.

Die personenbezogenen Berater:innen sind die ersten Ansprechpersonen für die Klärung eines Mobbingverdachts. Dabei handelt es sich um neutrale Berater:innen aus dem System, die betroffene Mitarbeiter:innen an Bundesschulen, Pädagogischen Hochschulen und  Bildungsdirektionen in einer schwierigen persönlichen Situation in Bezug auf Mobbingverdacht im Arbeitskontext unterstützen. Diese Berater:innen sind ausschließlich für die einbringende Person zuständig und beraten diese im weiteren Verlauf des Prozesses. Die Mobbingpräventionsberater:innen haben Stillschweigen über die Informationen und Vorkommnisse, persönliche Daten und Gespräche zu bewahren (Vertraulichkeit).
 


Definition von Mobbing
Der Begriff Mobbing beschreibt eine Konflikteskalation am Arbeitsplatz, bei der das Kräfteverhältnis zu Ungunsten einer Partei verschoben ist. Diese Konfliktpartei ist systematisch feindseligen Angriffen ausgesetzt, die sich über einen längeren Zeitraum erstrecken, häufig auftreten und zu maßgeblichen individuellen und betrieblichen Schädigungen führen können (vgl. Kolodej 2005).