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Doing Democracy - Kritische Medienbildung im digitalen Zeitalter mit PULS 24-Infodirektorin Corinna Milborn

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Ort
Pädagogische Hochschule Tirol, Großer Hörsaal
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Klassische und neue Massenmedien nehmen in Demokratien zentrale Aufgaben wahr.
Sie weisen auf gesellschaftliche Probleme hin, beleuchten Entscheidungen und tragen damit zu Meinungsbildung und Teilhabe bei. Das digitale Zeitalter fordert die Gesellschaft, v.a. Kinder und Jugendliche, durch Phänomene wie Fake News, Manipulation oder Hate Speech auf vielfältige Weise heraus.  
 

Das Veranstaltungsformat „Doing Democracy“ an der Pädagogischen Hochschule Tirol rückt daher kritische Medien- und Demokratiebildung in den Fokus.  
 

PULS 24-Infodirektorin Corinna Milborn spricht im Medientalk über die aktuelle Medien- und Demokratiekrise. In Workshops zeigen Expert:innen praktische Methoden zur kritischen Medien- und Demokratiebildung auf.  
 

Programm  

  • 15:45 bis 17:15 Uhr: Workshops
  • ab 18:00 Uhr: Medientalk mit Corinna Milborn
    Vortrag & Podiumsgespräch über die aktuelle Medien- und Demokratiekrise

    (großer Hörsaal; für alle interessierten Personen kostenlos zugänglich)
     
  • im Anschluss: Get Together  

In Kooperation:

 

 



Workshopinhalte: 

Workshop 1:
Mitreden, Mitentscheiden, Mitgestalten - Demokratie als Alltagserfahrung für Kinder und Jugendliche 

 
Wie können Kinder und Jugendliche demokratische Grundprinzipien nicht nur verstehen, sondern selbst erleben?
Der Workshop stellt den Klassen- bzw. Schulrat als zentrale Beteiligungsform vor, zeigt kindgerechte Bilderbücher und bietet praktische Übungen, die ein demokratisches Miteinander anbahnen und unterstützen können.
Entdecken Sie Wege, die Demokratie im Alltag von Kindern und Jugendlichen lebendig werden lassen! 
 
Referent: Lukas Witting engagiert sich  als Schulleiter, Volks- und Sonderschullehrer sowie Montessoripädagoge seit vielen Jahren für eine inklusive Schulkultur, in der Kinder Mitbestimmung und Demokratie aktiv erleben. 


Workshop 2:
Take action! - Projektbasierter Politikunterricht, der Kindern eine Stimme gibt  

 
Demokratiebildung muss mehr als reine Institutionenlehre sein, sie sollte vielmehr darauf abzielen, den Kindern und Jugendlichen (vor allem jenen, die (noch) nicht wählen dürfen) zu vermitteln, dass ihre Stimme zählt und ihre Ideen gewürdigt und gesehen werden. Dieser Workshop stellt daher einen projektbasierten Unterricht ins Zentrum und zeigt,
wie Lehrpersonen ihre Klassen dazu motivieren, ihre alltagspolitischen Anliegen zu formulieren und in die Tat umzusetzen.  
 
Referentin: Katharina Santer


Workshop 3:
Verbreitung von Desinformation in sozialen Netzwerken: Wirkmechanismen und Strategien zur Eindämmung 

 
Informations- und Meinungsfreiheit im Internet gehen mit einer Vielzahl unterschiedlicher Inhalte einher. Besonders soziale Medien und der Umgang mit Falschinformationen stehen dabei im Fokus. Wie kann eine demokratische Gesellschaft gezielt auf Desinformation reagieren? Welche Kompetenzen brauchen Schüler:innen für einen kritischen Umgang mit dem „World Wide Web“? In diesem Workshop diskutieren wir, wie diese Themen praxisnah in den Unterricht eingebunden werden können. 
 
Referentin: Kathrin Jarosik studierte die Unterrichtsfächer Französisch und die Spezialisierung Medienpädagogik an der Universität Innsbruck und ist seit September 2025 an der Pädagogischen Hochschule Vertragshochschullehrperson für den Bereich Digitalisierung und Medienbildung. 


Workshop 4:
Leichte und Einfache Sprache – ein Beitrag zur Demokratiebildung 

Viele Jugendliche und Erwachsene in Österreich haben Probleme, zusammenhängende Informationen sinnerfassend zu lesen. Diese Tatsache hat nicht nur hemmende Wirkungen auf die persönliche Lebenssituation der Betroffenen, sondern gefährdet auch demokratische Strukturen und Prozesse. Im Workshop werden Fragen behandelt, wie: Welche medialen Angebote in Leichter und Einfacher Sprache, die u.a. in der Erwachsenen- und schulischen Bildung eingesetzt werden können, stehen zur Verfügung? Welche Potenziale und Grenzen haben Texte in Leichter und Einfacher Sprache?
Wie können bei der Vereinfachung komplexer politischer Texte und Inhalte Manipulationen u.ä. vermieden werden? 


Referentin: Elfriede Windischbauer ist Hochschulprofessorin für Didaktik des Sachunterrichts (gesellschaftliches Lernen) sowie für Didaktik der Geschichte/ Politischen Bildung an der Pädagogischen Hochschule Salzburg Stefan Zweig. Sie ist Autorin von Schulbüchern für Geschichte/ Politische Bildung. Ihre derzeitigen Forschungsschwerpunkte sind: Leichte und Einfache Sprache in der schulischen Vermittlung von Geschichte und Politischer Bildung; (Post-)Kolonialismus aus österreichischer Perspektive als Beitrag zur antirassistischen Bildung. 

 

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