Skip to main content

Vier Forschungsprojekte lukrieren Tiroler Wissenschaftsförderung

Vier Forschungsprojekte lukrieren Tiroler Wissenschaftsförderung

Image

Bildrechte

Bildautor_in
Stabsstelle Hochschulmarketing
Bildlizenz

Rektor Thomas Schöpf: „Wir leisten Forschungsarbeit, die auf Schulen und Unterricht direkt zurückwirken“

Vier MitarbeiterInnen der PHT erhielten für ihre Forschungsprojekte den Zuschlag der Tiroler Wissenschaftsförderung des Landes Tirol. Da die feierliche Verleihung durch das Land coronabedingt leider ins Wasser fiel, wurden die Dekrete kurzerhand durch das Rektorat der PHT und virtuell an die erfolgreich Forschenden weitergegeben. 

„Alle gewählten Projekte besitzen große bildungspolitische Relevanz. Unsere Freude ist groß, dass es diese Projekte gibt, und damit auch ein Beitrag für bessere Schulen, besseren Unterricht geleistet wird. Wir leisten Forschungsarbeit, die auf Schulen und Unterricht direkt zurückwirken“, freute sich Rektor Thomas Schöpf bei der Eröffnung der virtuellen Zeremonie. 

Ausgezeichnet wurden die PHT-MitarbeiterInnen Gabriele Rathgeb, Bettina Dimai, Melanie Platz und Sebastian Goreth, die alle in Forschung und Lehre tätig sind. 

Auch Vizerektorin für Forschungs- und Entwicklungsangelegenheiten Irmgard Plattner betonte die Relevanz der vier Projekte: „Die ausgezeichneten Projekte entsprechen inhaltlich eindeutig unserem Bildungsauftrag an der PHT, Forschung mit Praxis zu verbinden und Erkenntnisse in die Qualitätsentwicklung an Schulen, Bildungseinrichtungen und auch in die Ausbildung der Lehramtsstudierenden einfließen zu lassen.“ 

Dass die Übergabe – live aus den Rektoratsbüros und so feierlich, wie es virtuell möglich ist, – stattfand, zeigt die große Wertschätzung vonseiten des Rektorats für das Engagement der forschenden MitarbeiterInnen. 

Rektor Thomas Schöpf: „Die Dekretübergabe kann zwar leider nicht live erfolgen, die Freude ist aber dennoch dieselbe, dass es unseren engagierten Forschenden an der PHT wieder einmal gelungen ist, eine solche Anerkennung für ihre Arbeiten zu gewinnen. Daher ein ganz großes Dankeschön für eure Projektanträge, die bei der Tiroler Wissenschaftsförderung eingereicht und so erfolgreich angenommen wurden.“ 


Kurzbeschreibung der Projekte

Gabriele Rathgeb: Im Rahmen des Forschungsprojekt „Evaluationsforschung zum Bildungsprojekt Grundkompetenzen absichern“ führt das Team der PHT Wirksamkeitsforschung, jenes der Universität Innsbruck die Prozessevaluation durch. 

Sebastian Goreth: Das Forschungsprojekt „Perspektiven digitaler Werkpädagogik“ beschäftigt sich mit 3-D-Druckern im Schulunterricht.

Melanie Platz: Das Forschungsprojekt „LLL-GeoMath - Aufbau einer Lehr-Lern-Labors an der Pädagogischen Hochschule Tirol“ begleitet die Entwicklung eines Lehr-Lern-Labors für Lehrer:innen sowie Lehramtsstudierende an der PHT. 

Bettina Dimai: Das Forschungsprojekt „Pädagogisch organisationale Transformation: Die Clusterbildung in Tirol“ analysiert und evaluiert Schul-Cluster vor und während deren Zusammenführung.


Ausführlichere Projektinformationen: 

Gabriele Rathgeb ist eine jener Einreicherinnen, deren Projekt mit der Tiroler Wissenschaftsförderung des Landes Tirol ausgezeichnet wurde. Ihr Projekt „Evaluationsforschung zum Bildungsprojekt Grundkompetenzen absichern“, das ein Team der PHT (Wirksamkeitsforschung) in Kooperation mit der Universität Innsbruck (Prozessevaluation) durchführt, verfolgt einen qualitativen Ansatz. Dabei wird die Frage gestellt, inwiefern die Schul- und Unterrichtsbegleitung durch multiprofessionelle Teams von den Schulleitungen und LehrerInnen im Sinn der Projektziele als wirksam erlebt wurde. „Die Absicherung der Grundkompetenzen der SchülerInnen ist ein zentrales Anliegen von uns allen. Dass wir auch einen regionalen Blick auf die Wirksamkeit der Maßnahmen im Projekt GruKo werfen können, soll wesentliche Erkenntnisse für die Schulentwicklungsbegleitung, insbesondere an Schulen in herausfordernden Lagen bringen,“ erklärt Projektleiterin Gabriele Rathgeb. Insgesamt 27 Schulen werden im Zuge des Projekts GruKo in Tirol begleitet. Vizerektorin Irmgard Plattner zum Forschungsprojekt von Gabriele Rathgeb: „Die Forschungsstudie von Gabriele Rathgeb bezieht sich auf das größte österreichweite schulische Entwicklungsprojekt „Grundkompetenzen absichern“, das auf den evidenzbasierten Erkenntnissen der Bildungsstandards basiert. Der evaluierende Blick auf die Situation in Tirol ist ein wichtiger Beitrag im Zuge der Gesamtevaluation des Projekts.“

Im Rahmen des Forschungsprojekts „Pädagogisch organisationale Transformation: Die Clusterbildung in Tirol“ von Bettina Dimai und Christina Nigg werden anhand von ausgewählten Einzelfallstudien in Nord- Ost- und Südtirol Prozesse, Strukturen, Ergebnisse und AkteurInnen vor und während der Zusammenführung mehrerer Schulen zu einem Cluster analysiert. Dabei wird der Frage nachgegangen, welche pädagogischen und organisationalen Herausforderungen und Chancen sowie Risiken dieser Transformationsprozesse erkennbar sind. „Gerade mit dem Blick auf Bildungslandschaften offerieren Cluster eine Möglichkeit Bildung regional, bedarfsgerecht und partizipativ zu gestalten“, erklärt Bettina Dimai.

Das Projekt von Sebastian Goreth „Perspektiven Digitaler Werkpädagogik“ beschäftigt sich mit neuen Technologien, dem 3-D-Druck im Speziellen: „Der 3-D-Druck ist in den Schulen noch nicht so richtig angekommen. Mit dem Forschungsgeld werden die CAD-Lehrveranstaltungen der Sekundarstufe um Gestaltungsaspekte und naturwissenschaftliche Grundlagen kombiniert“, erklärt Sebsatian Goreth. Damit soll eine systematische Einführung zur Arbeit mit 3-D-Druckern an Schulen angebahnt werden. 

Im Rahmen des Projekts von Melanie Platz „LLL-GeoMath - Aufbau einer Lehr-Lern-Labors an der Pädagogischen Hochschule Tirol“ wird an der PHT ein Lehr-Lern-Labor entwickelt, das es LehrerInnen sowie Lehramtsstudierenden ermöglicht, praktische Erfahrungen in einem organisierten Rahmen zu sammeln. „Dies wird durch das Entdecken, Ausprobieren und Erproben verschiedener mathematischer Materialien, wie Rechenrahmen, Wendeplättchen, oder auch neuen Medien, wie Lernapps, sowie von Methoden aus dem Schulalltag ermöglicht. Gemeinsam entwickeln Dozierende und Studierende theoriegeleitet Lernumgebungen, SchülerInnen werden bei der Arbeit an diesen Lernumgebungen begleitet, das Lernen der SchüleInnen wird beobachtet sowie analysiert und das eigene Handeln als Lehrperson wird reflektiert“, so Melanie Platz.