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MINT | Digitalität, Lehrer:innen-Subjekt und Memes

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Bildautor_in
SMT
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Beginn
Ende
Ort
Pastorstraße 7, Hörsaal 2
Details

VORTRAGENDER:
Dr. Jan Guido Grünwald ist Universitätsprofessor für Fachdidaktik der Bildnerischen Erziehung an der Universität Mozarteum Innsbruck

DISKUSSIONSLEITUNG:
Dr. phil. Sebastian Goreth, M.A


Schule – sowie auch außerschulische Bildungsorte – können als Reproduktionsraum von Machtstrukturen verstanden werden, in dem die Partizipient:innen in Wissende und Unwissende unterteilt werden und die Schüler:innen gesellschaftsfähig gemacht werden sollen. Schule kann aber auch als Ort verstanden werden, der sich über Fragen, Unsicherheiten und Zweifel mannigfaltigen Themen annähert und so die Mündigkeitsproduktion der Schüler:innen in den Vordergrund stellt. In der Lehrpraxis findet meistens beides gleichzeitig statt: Schüler:innen den strukturellen Voraussetzungen anzupassen (statische Zeiteiteilung, Bewertungen,  Lehrer:in/Schüler:in-Dichotomie, ...), sowie Selbstständigkeit und Kritikfähigkeit zu fördern (eigne Fragestellungen entwickeln, kollaboratives Arbeiten, Schüler:innen-Expertise anerkennen). Als Lehrer:in muss dieser Spagat ausgehalten werden.
Ziel sollte es sein, dass der/die mündige Schüler:in am Ende in der Lage ist, diese Machtverhältnisse zu hinterfragen und zu thematisieren. Der Grundgedanke meiner Lehre bezieht sich auf Fragestellungen und Problematisierungen, die sich gleichsam in künstlerischen Strategien, Vermittlungsprozessen und alltagskulturellen Artefakten finden – jedoch häufig durch verschiedene Blickwinkel betrachtet. Dabei spielt eine vorausgesetzte Zielorientiertheit viel weniger eine Rolle, als das Aufzeigen/Aufbrechen normativer Strukturen. Hierbei begibt sich der/die Lehrende in eine Situation des produktiven Experimentierens, bei der Inhalte und  Zusammenstellungen immer prozessual gedacht werden, um so anschlussfähig an die lebensweltlichen Kontexte der Lernenden zu sein. Dabei ist eine ästhetische Bildung als jener Prozess zu sehen, in dem die Bedeutung von visueller Kultur und Alltagsästhetiken hergestellt und kommuniziert werde und dadurch diese Freiräume ermöglicht werden.

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