Anfang Juli graduierte die PH Tirol 123 Bachelor- und Masterabsolvent:innen in den Lehramtsstudien für Primar- und Berufspädagogik.
PH Tirol graduiert Junglehrer:innen in Feierlichem Festakt
Anfang Juli graduierte die PH Tirol im feierlichen Rahmen insgesamt rund 125 Bachelor- und Masterabsolvent:innen in den Lehramtsstudien für Primar- und Berufspädagogik. Damit stehen Junglehrer:innen für die Volksschulen, Berufsschulen und die berufsbildenden Schulen in ganz Tirol bereit. Während die Bachelorabsolvent:innen für das vollständige Lehramt noch ihren Master – auf Wunsch berufsbegleitend – anschließen müssen, haben die Masterabsolvent:innen ihre Ausbildung nun offiziell abgeschlossen und bleiben mit ihrer Hochschule über das weiterführende Fortbildungsprogramm in Verbindung.
Akademische Feiern: rund 125 Absolvent:innen im Rampenlicht
Die Akademische Feier der PH Tirol fand Anfang Juli an zwei Terminen und zwei Locations statt: während die Bachelorfeier direkt an der Hochschule veranstaltet wurde, feierten die Masterabsolvent:innen ihren Abschluss im Haus der Musik.
„Die Welt braucht nicht perfekte Lehrer:innen. Sie braucht Menschen, die bereit sind, jeden Tag ihr Bestes für Kinder und Jugendliche zu geben. Denn am Ende eines Schultages nehmen Lehrer:innen selten etwas mit nach Hause, das man in Händen halten kann. Aber sie hinterlassen jeden Tag etwas, das bleibt”, so Rektorin Regine Mathies in ihrer Eröffnungsrede. Im Anschluss überbrachte die neue Bildungsdirektorin Bettina Ellinger ihre Grußworte an die Festgesellschaft und hieß die Absolvent:innen an den Schulen sehr herzlich willkommen.
Die langjährige Direktorin des BRG in der AU und Bildungsexpertin Margret Fessler hielt die Festrede der Akademischen Feier. Sie nahm den Lehrer:innenberuf zwischen Realität und Verklärung in den Blick, denn beide Perspektiven brauche es: Zumutungen wie Einsamkeit als zentrale Emotion des 21. Jahrhunderts, Misstrauen, und fehlgeleitete Konkurrenz in Kollegium und Klassenzimmer, Abwertungen durch die Gesellschaft stehen einem außerordentlich schönen und sinnstiftenden Beruf gegenüber. Dabei hob die Bildungsexpertin die zentrale Funktion von Beziehung für den Lernprozess hervor sowie von Vertrauen und Mut: „Kinder und Jugendliche, egal welchen Alters, wollen gesehen werden, wollen anerkannt werden als die, die sie jetzt sind und zugleich adressiert werden als jemand, der sie noch nicht sind. Es geht also um Anerkennung und um vorweggenommene Anerkennung. Dazu braucht es die Anwesenheit Dritter – die Pädagog:in, die:den ‚bedeutsame:n Andere:n‘. Bedeutsames Wachsen und Lernen geschieht in Beziehung. Es ist Beziehung, die das Herzstück erfolgreicher Bildungsinstitutionen ausmacht. Um das zu leben, braucht es Mut und Ehrlichkeit.” Bundesminister Christoph Wiederkehr beglückwünschte die Absolvent:innen in einer Videobotschaft, hob deren persönlichen Erfolg und die Bedeutung von Lehrpersonen für die Gesellschaft hervor und versprach noch bessere Unterstützung für alle Lehrkräfte und Schulen.
Im Mittelpunkt der Akademischen Feiern standen die insgesamt 123 Lehramtsabsolvent:innen: 100 Absolvent:innen der Primarpädagogik, also Volksschullehrer:innen, davon über 60 Bachelorabsolvent:innen und knapp 40 Masterabsolvent:innen. Außerdem über 20 Lehramtsstudierende in der Berufspädagogik, davon 5 Berufsschullehrer:innen, 12 Lehrer:innen für Berufsbildende Mittlere und Höhere Schulen im Fachbereich Ernährung und 6 im Masterstudium Sekundarstufe Berufsbildung Medienpädagogik. Die Absolvent:innen kommen aus allen Bezirken Tirols sowie aus Südtirol, Vorarlberg und Salzburg.
Der Masterpreis der PH Tirol, der von Vizerektorin Cahtrin Reisenauer verliehen wurde, ging heuer an Natascha Osler für ihre Masterarbeit „Vermittlung von Nationalsozialismus und Holocaust anhand von Kinderbüchern“, betreut von Irmgard Bibermann, sowie an Isabella Gruber für ihre Arbeit „Teilhabe(un-)möglichkeiten in inklusiven Mehrstufenklassen“, betreut von Sabine Tiefenthaler.
Vizerektor Gregor Örley verabschiedete die Absolvent:innen mit den Wünschen für einen Sommer voller Freiheit und Erholung und der wunderbaren Aussicht auf einen wirklich schönen Beruf.
Statements
„Ich gratuliere allen Absolvent:innen sehr herzlich zum Abschluss ihres Bachelorstudiums, mit dem sie den Grundstein für eine Tätigkeit gelegt haben, die unsere Gesellschaft nachhaltig prägt. Unsere Studierenden haben in den letzten Jahren fachliches Wissen gewonnen, praktische Erfahrung gesammelt und gezeigt, dass sie Verantwortung, Ausdauer und Engagement mitbringen. Alles Eigenschaften, die essentiell sind, um unsere Kinder und Jugendlichen professionell auf ihrem Weg zu begleiten. Mit der heutigen Graduierung werden unsere Absolvent:innen nun auch formal Teil einer Profession, die Zukunft gestaltet. Darauf können sie stolz sein. Wir an der Pädagogischen Hochschule Tirol sind das definitiv.“
„Als Bildungsdirektorin möchte ich alle Absolvent:innen in unseren Schulen sehr herzlich willkommen heißen! Innovationskraft und gesellschaftliches wie individuelles Wohlergehen in unserem Land leben auch von engagierten, kompetenten und begeisterungsfähigen Pädagoginnen und Pädagogen – und ich bin überzeugt, dass Sie diese neue Rolle mit Leben erfüllen und damit einen wichtigen Beitrag zur Gesellschaft ebenso wie zur Entwicklung unserer Kinder leisten werden.“
„Mit dem Schulschluss endet für viele Kinder und Jugendliche ein erfolgreiches Bildungsjahr – gleichzeitig beginnt für die Absolventinnen und Absolventen der Pädagogischen Hochschule Tirol ein neuer Abschnitt. Sie werden künftig junge Menschen auf ihrem Bildungsweg begleiten und damit Verantwortung für die Zukunft unseres Landes übernehmen. Denn unser Bildungssystem ist nur so stark und leistungsfähig wie die Pädagoginnen und Pädagogen in Tirols Klassenzimmern. Ich gratuliere herzlich zum Studienabschluss und wünsche weiterhin viel Erfolg bei diesem so wertvollen und erfüllenden Beruf.“