Der Bundesschwerpunkt Deutsch verfolgt das Ziel, Lehrende aus der Perspektive der Fachdidaktik Deutsch für den Unterricht in der Primarstufe zu unterstützen. Der Fokus liegt dabei auf lernförderlichem und anregendem Unterricht, der diversitäts- und sprachsensibel angelegt ist und analoge sowie digitale Materialien und Herangehensweisen gezielt auswählt und einsetzt. In diesem Kontext ist die Evidenzbasierung von besonderer Relevanz. Im Rahmen der vorliegenden Untersuchung wird ein Deutschunterricht im digitalen Zeitalter erörtert, der die Kinder mit all ihrem Wissen und ihren Facetten einbezieht.
Arbeitsschwerpunkte
Forschung und Entwicklung von fachdidaktischen Konzepten zur Förderung der Grundkompetenzen im Bereich Deutsch in der Primarstufe und Updates zu wissenschaftlichen Erkenntnissen
Konzeptentwicklung für die Sprachförderung von bildungsbenachteiligten Schüler:innen in der Primarstufe mit Fokus auf diversitätssensiblem Unterricht(en)
Forschung im Bereich digitale Schule/digitale Fachdidaktik Deutsch und Erforschung neuer Medien im Deutschunterricht zur Sprachförderung: Hörstifte, digitale Stifte für Schreibanalysen
Fortbildungen, Workshops und Vorträge mit Theorie-Praxis-Verknüpfung
Language Lab, gefördert durch das FFG-Projekt InnAlp: Aufbau, Pflege und Nutzung des Language Labs (Sprachenraum an der PHT), erfolgen im Rahmen des LeseInnovationslabors und Wunderstiftlabors. Das Language Lab dient als Forschungsraum sowie als Ort für Materialsammlung und Literatur im Bereich des Bundesschwerpunkts
Etablierung eines österreichweiten Netzwerks „Fachdidaktik Deutsch in der Primarstufe“
Netzwerk Fachdidaktik Deutsch
Der Bundesschwerpunkt Deutsch Primar an der PHT wurde beauftragt, ein Netzwerk über alle Pädagogischen Hochschulen hinweg zu etablieren. Ziele sind die kooperative Zusammenarbeit für die gemeinsame Entwicklung im Bereich Fachdidaktik Deutsch in der Primarstufe, die Abstimmung von Einzelaktivitäten der Pädagogischen Hochschulen im thematischen Fachbereich an den jeweiligen Hochschulen sowie die Abstimmung von Inhalten in der Aus-, Fort- und Weiterbildung und das Durchführen von Vernetzungstreffen.
Das Österreichische Forum Deutschdidaktik hat den Bundesschwerpunkt Deutsch in der Primarstufe als aktiven Teil in seine Struktur integriert. Entsprechend dessen Prinzipien agiert die Arbeitsgemeinschaft (AG) Primar- und Elementarstufe mehrsprachig und gesamtsprachlich, diversitätssensibel und diskriminierungskritisch sowie theorie- und evidenzbasiert. Im Fokus der Arbeit der AG Primel, die sowohl die Primar- als auch die Elementarstufe in den Blick nimmt, liegen die Bereiche Sprach-, Literatur- und Mediendidaktik. Die didaktischen Handlungsfelder werden dabei integrativ, multimodal und multimedial reflektiert und weiterentwickelt.
Weiterführende Informationen:
Die Sprachkofferidee
Das Konzept der Sprachkoffer-Idee zielt auf eine systematische, gezielte, binnendifferenzierte und nachhaltige Sprachförderung ab. Ausgangspunkt sind drei grundlegende Aspekte, die die Lernsituation wesentlich prägen und daher ernst zu nehmen sind:
Die Schüler:innenschaft ist heterogen. Diese Heterogenität umfasst unterschiedliche Kompetenzen, Begabungen, Talente und Leistungsstände. Eine wirksame Sprachförderung erfordert daher Unterrichtsmaterialien, die eine differenzierte und adaptive Gestaltung des Unterrichts ermöglichen. Ziel ist es, alle Lernenden individuell zu fördern und sicherzustellen, dass keine Schüler:in im Lernprozess übersehen wird.

Es wurden zu verschiedenen Themen- und Kompetenzbereichen jeweils einzelne Koffer gepackt, mit denen Sprache(n) entdeckt, erlebt und gefördert werden können. Die einzelnen Koffer fokussieren jeweils einen Schwerpunktbereich. Die ersten fünf Koffer sind derzeit bereits im Einsatz, die nächsten fünf sind bald fertig und werden dann erprobt. Entdecken Sie mit ihrer Klasse die Unterrichtssprache, die Erstsprachen, die Fremdsprachen und unterstützen Sie die sprachliche Entwicklung der Kinder gezielt und nachhaltig!
- Koffer 1 – FörderEntdeckerKoffer LESEN: Diagnosebasierte Förderung (Lesediagnose LeLeDi und Lesefördermaterial) – Version Deutsch; mitgewirkt haben auch Studierenden im Schwerpunkt Deutsch-Mehrsprachigkeit
- Koffer 2 –SprachenErlebnisKoffer: Sprachliche Vielfalt und Mehrsprachigkeit (Primarstufe) – mitgewirkt haben auch Grit Alter, Lorena Fritz, Handan Demir
- Koffer 3 – VielfaltsErlebnisKoffer: Diversitätssensibles Unterrichten am Beispiel Mein Zuhause – mitgewirkt haben Florian Jäger und die Schwerpunktstudierenden im Bereich Sachunterricht
- Koffer 4 – AbenteuerKoffer HÖREN: Hörkompetenz stärken und Phonologische Bewusstheit fördern (Elementarstufe & Transition)
- Koffer 5 –BilderbuchErlebnisKoffer: Dialogisches Vorlesen und Wortschatzförderung (Elementarstufe & Transition)
- Koffer 6 – Textkompetenz verbessern
- Koffer 7 – Mit Lesestrategien in allen Fächern und Sprachen lesen
- Koffer 8 – Dialogisch-kooperatives Lesen
- Koffer 9 – Sprachliches im Anfangsunterricht
- Koffer 10 – Literarisches Lesen und Buchgespräche
Die Konzeption der SprachenKOFFERidee sowie die Ausarbeitung und Durchführung dieses Projekts basieren auf Vorarbeiten von drei laufenden Forschungsprojekten:
- Krisensichere, nachhaltige Sprachförderung für die Volksschule (gefördert von der Tiroler Wissenschaftsförderung)
- … damit alle lesen können. Förderkonzept mit Diagnose und Materialentwicklung zur Lesekompetenzförderung bei heterogener Leseleistung in Volksschulklassen.
- InnAlp LeseInnovationslabor (gefördert von der FFG)
Die SprachenKOFFERidee ist eingebettet in die Arbeit des Bundesschwerpunkts Fachdidaktik Deutsch in der Primarstufe und wird wissenschaftlich begleitet. Um die Professionalisierung der Lehrpersonen und Pädagog:innen nachhaltig zu unterstützen, ist die Arbeit mit den Sprach-Förder-Koffern eingebettet in eine dreiteilige Fortbildung:
Bei Termin 1 (an der PHT) erhalten die Lehrpersonen und Pädagog:innen Informationen zum Konzept der Sprach-Förder-Koffer und lernen gezielt das Material des Koffers kennen. Nach dem Ausprobieren des Materials überlegen wir, wie die Arbeit mit dem Kofferinhalt in den nächsten Wochen an der Schule konkret aussehen kann. Die Sprach-Förder-Koffer rollen dann in die Schulen/Bildungseinrichtungen und können für eine fest vereinbarte Zeit ausprobiert und eingesetzt werden. Die Lehrpersonen und Pädagog:innen erklären sich bereit, Erfahrungsberichte zu teilen und Rückmeldungen zu geben.
Im Laufe der Ausleihfrist finden kurze Online-Austausch-Termin statt (Termin 2), bei denen erste Erfahrungen und neu entstandene Fragen besprochen werden.
Bei Termin 3 trifft sich die Gruppe der Lehrpersonen und Pädagog:innen wieder an der PHT, der Koffer wird vollständig zurückgegeben. Bei diesem Termin finden Gespräche statt zu Erfahrungen insgesamt, zu Rückmeldungen der Schüler:innen und zu möglichen Weiterentwicklungsmöglichkeiten an der Schule. Insgesamt kommt es dadurch zu einer Vertiefung der professionellen Kenntnisse in einem Teilbereich von Sprache.
Lehrpersonen und Pädagog:innen, die an dem Fortbildungsprojekt teilnehmen, kommen pro Schule als Schulteam, zusammen mit ihrer Schulleitung. Dies ist ein zentraler Aspekt, da die Förderung von Sprache, von Sprachen und von sprachlicher Bildung nicht von Einzelpersonen in der Schule abhängt, sondern von allen Lehrpersonen und Pädagog:innen. Durch die gemeinsame Arbeit mit den Materialien aus dem Koffer kann sich auch der Erfahrungsaustausch an der Schule zu einer gemeinsamen Sprachen-Förder-Kultur entwickeln.
weitere Forschungsbereiche und Publikationen
Forschungsprojekt: Schriftspracherwerb im Anfangsunterricht
Andrea Raggl, Klaudia Kröll, Julia Festman
Das vorliegende Forschungsprojekt widmet sich dem Schriftspracherwerb im Anfangsunterricht Tiroler Volksschulen. Es analysiert die konkrete Umsetzung durch Lehrpersonen, die gewählten didaktischen Ansätze sowie deren Begründungen. Eine kritische Reflexion der Ansätze und Materialien soll deren Potenziale und Limitationen aufzeigen. Zudem werden die strukturellen Rahmenbedingungen beleuchtet, unter denen Lehrkräfte agieren, um realistische Bewältigungsstrategien zu erarbeiten.
Lechner, T., & Festman, J. (2022). Sprachliche Bildung für alle bereits im Anfangsunterricht. In E. Stadnik (Hrsg.), Sprachenvielfalt und Mehrsprachigkeit im Unterricht. Linguistische, sprachdidaktische und bildungswissenschaftliche Beiträge zur sprachlichen Bildung (S. 147-160). LITverlag.
Neben der Differenzierung im Anfangsunterricht liegt ein weiterer Fokus der Forschungsarbeit auf dem Analysieren, Erstellen und Reflektieren von differenziertem Unterrichtsmaterial, insbesondere von Aufgaben und von Texten.
AI2PI – Wie kann Künstliche Intelligenz das Lehren und Lernen in Europa verändern?
Das Projekt ‚From Artificial Intelligence to Pedagogical Innovation‘ (AI2PI) geht genau dieser Frage nach und erforscht, wie KI-Kompetenzen sinnvoll und verantwortungsvoll in die pädagogische Praxis integriert werden können.
Im Erasmus+ Projekt ‚AI2PI‘ arbeitet die PH Tirol seit April 2025 in einem europäischen Konsortium, zusammen mit sechs weiteren Hochschulen aus sechs anderen europäischen Ländern gemeinsam daran, KI-Kompetenzen systematisch in die pädagogische Praxis einzubinden und so die Bildungsqualität in Europa zu stärken. Ziel der ‚AI2PI-Teacher Academy‘ ist es, praxisorientierte Programme und auf individuelle Bedarfe zugeschnittene Angebote für Hochschulen und die Unterrichtspraxis zu entwickeln, die Lehrkräften und Hochschullehrenden einen niederschwelligen Zugang zu KI-Wissen ermöglichen und konkrete Umsetzungsideen für ihre jeweiligen Kontexte aufzeigen. Mithilfe eines designbasierten Forschungsansatzes werden Kompetenzmodelle zu AI Literacy entwickelt, bestehende Bedarfe analysiert und innovative Lehr-Lern-Formate erarbeitet und erprobt. Die Ergebnisse fließen sowohl in die schulische Praxis als auch in die universitäre Lehrerbildung und berufsbegleitende Fort- und Weiterbildung ein.

Kickoff an der PHT: Reinhold Madritsch, Julia Festman, Simone Baumann, Christine Reiter, Anita Konrad, Rektorin Regine Mathies, Ulrike Stadler-Altmann (HU Berlin, zu Gast beim Kickoff in Tirol) und Tim Lutz.
AI2PI an der Pädagogischen Hochschule Tirol (PHT)
Künstliche Intelligenz verändert die Bildungslandschaft grundlegend. Lehrkräfte und Lehramtsstudierende stehen vor der Aufgabe, neue Technologien nicht nur zu verstehen, sondern auch verantwortungsvoll und gewinnbringend in den Unterricht zu integrieren. Neben technischem Wissen gewinnen dabei Fähigkeiten wie kritisches Denken, Kreativität, emotionale Intelligenz und interkulturelle Kompetenz zunehmend an Bedeutung.
An der PHT liegt der Schwerpunkt auf dem Themenfeld Sprache. In einem der Unterprojekte des AI2PI-PHT-Teams wird untersucht, welche Aspekte des modernen Sprachenunterrichts durch den gezielten Einsatz von KI verbessert werden können – für Lehrende ebenso wie für Lernende. Das inhaltliche Spektrum umfasst dabei den Deutschunterricht, Deutsch als Zweitsprache (DaZ) und Mehrsprachigkeit, Erstsprachenunterricht sowie den Fremdsprachenunterricht aller Schularten und Altersstufen. So möchte das AI2PI-PHT-Team einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die Chancen Künstlicher Intelligenz für sprachliche Bildung und die Förderung grundlegender Kompetenzen nutzbar zu machen.

Projekttreffen an der PHT, September 2025, mit einem Teil der Projektgruppe. Von links: Anita Konrad, Simone Baumann, Tim Lutz, Lena Wopfner, Julia Festman, Sonja Brunsmeier und Marta César González

Weiterführende Informationen:
Spring Meeting 2026 in Innsbruck – AI2PI gemeinsam weiterdenken
Vom 16. bis 18. Februar 2026 traf sich das europäische Konsortium des Erasmus+ Projekts ‚From Artificial Intelligence to Pedagogical Innovation‘ (AI2PI) an der Pädagogischen Hochschule Tirol in Innsbruck.
KI-Kompetenzen systematisch verankern
Drei intensive Tage standen ganz im Zeichen der inhaltlichen Vertiefung, der Vernetzung der Work Packages und der gemeinsamen Weiterentwicklung der AI2PI Teacher Academy. Gemeinsam mit den europäischen Vertreter:innen der Partnerhochschulen wurde weiter daran gearbeitet, KI-Kompetenzen verantwortungsvoll und praxisnah in die pädagogische Praxis zu integrieren.

Europäische Konsortium des Erasmus+ Projekts ‚From Artificial Intelligence to Pedagogical Innovation‘
DigiDay Tirol 2026: Mit Texten im Unterricht arbeiten – und KI nutzen
Der 3.DigiDay Tirol fand am Dienstag, den 24.Februar 2026 an der Pädagogischen Hochschule Tirol statt. Der DigiDay 2026 ist ein Projekt der Pädagogischen Hochschule Tirol in Kooperation mit der Bildungsdirektion Tirol, dem Tiroler Bildungsservice, dem Tiroler Bildungsinstitut – Medienzentrum, der Universität Innsbruck und dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (Initiative eEducation Austria).

Referentinnenteam des AI2PI-Projekts beim Digi-Day
Der Forschungsbereich Frühlesen an der Pädagogischen Hochschule Tirol befasst sich mit Kindern, die bereits vor einer formalen Instruktion in Bildungsinstitutionen eigenständig lesen gelernt haben. Im Mittelpunkt steht das Phänomen des frühen Schriftspracherwerbs und die Frage, wie Kinder sich bereits vor dem schulischen Unterricht grundlegende Lesefähigkeiten aneignen.
Untersucht werden insbesondere die Bedingungen und Lernprozesse, unter denen Kinder frühzeitig mit Schrift, Lesen und Büchern in Kontakt kommen und diese Erfahrungen nutzen, um den schriftsprachlichen Code zu erschließen. Dabei geht es vor allem um das Verständnis der Zusammenhänge zwischen Buchstaben und Lauten sowie um die Aneignung und Anwendung dieser Beziehungen beim Lesen.
Festman, J. (2024). „Du kannst ja schon lesen!“ – Angemessene Förderung von Frühlesenden zu Beginn des Schriftspracherwerbs. In S. Rogl, C. Resch, E. Bögl, B. Gürtler, S. Hinterplattner & J. Klug (Hrsg.), „Begabung verändert – förderliche Lernwelten erforschen, gestalten, implementieren“ (S. 148-158). Waxmann. open access
Festman, J. (2023d). Gifted Early Readers‘ Health Development and Well-Being: A Survey on Teachers‘ Attitudes, Beliefs, Knowledge and Pedagogical Practices in the Regular Classroom. Medical Research Archives, 11(8). https://doi.org/10.18103/mra.v11i8.4355
Im Bereich Hören werden Hinweise, Empfehlungen und Tipps erarbeitet, die darauf abzielen, die Kinder im Unterricht in Hinblick auf das Zuhören zu unterstützen und ihre Hörkompetenz gezielt zu fördern. Dabei wird auf die Unterschiede zwischen dem Alltagshören und den Hörkompetenzen, die im Schulkontext notwendig sind und trainiert werden sollten, aufmerksam gemacht.
Festman, J., Gerth, S., & Reiter, C. (2024). (Zu)Hördidaktik in der Primarstufe, insbesondere für Kinder mit anderen Erstsprachen: Ideen für den Unterricht. Fremdsprache Deutsch (Themenheft Hörkompetenzen entwickeln), 70, 21-29. https://www.fremdsprachedeutschdigital.de/
Festman, J. (2023). Alltagshören ist nicht gleich Hören im Schulkontext. In A. Paier (Hrsg.), EIN RECHT AUF SPRACHE, Sprachheilpädagogische Interventionen – Fundamente der Inklusion (S. 111-121). Lernen mit Pfiff.
Festman, J. (2023). Neues aus dem LeseInnovationslabor (Language Lab). Digitale Audiostifte für DaZ und Frühenglisch. In A. Paier (Hrsg.), EIN RECHT AUF SPRACHE, Sprachheilpädagogische Interventionen – Fundamente der Inklusion (S. 123-132). Lernen mit Pfiff.:
Festman, J. (2023). Digitales Lesen und Hören in vielen Sprachen. LESEN – Die Zeitschrift für Ihren Deutschunterricht, 3, 24-25.
Festman, J. (2022). Hör und lies ganz genau! LESEN – Die Zeitschrift für Ihren Deutschunterricht, 4, 24-25.
Festman, J. (2021). Bilderbuchkino: Vorlesen im Distance Learning. Unterrichtsbeispiel DaZ: Klassenstufe 1-4. LESEN. Die Zeitschrift für Ihren Deutschunterricht, 1, 24-25. https://www.jungoesterreich.at/zeitschrift-lesen/infos-und-bestellung
Das laufende TWF-geförderte Forschungsprojekt „Fachdidaktische Konzepte im Fach Deutsch in Tiroler Volksschulen und der Aspekt Mehrsprachigkeit“ hat die fachdidaktische Umsetzung der großen Kompetenzbereiche im Lehrplan (Lesen, Schreiben, Hören-Sprechen-Miteinander reden, Rechtschreibung) mittels online-Erhebung untersucht. Aus den Ergebnissen dieser Fragebogenerhebung in Tirol und einer extensiven Literaturrecherche sind bislang mehrere Bücher im Waxmann Verlag erschienen:
Im Rahmen des TWF-Projekts ist auch folgender Beitrag entstanden:
Festman, J. (2022i). Wege zur sprachlichen Bildung mit sprachlicher Vielfalt: Ergebnisse einer Fragebogenstudie zum Leseunterricht. In E. Stadnik (Hrsg.), Sprachenvielfalt und Mehrsprachigkeit im Unterricht. Linguistische, sprachdidaktische und bildungswissenschaftliche Beiträge zur sprachlichen Bildung (S. 55-66). LITverlag.
Das laufende Großprojekt INNALP Education Hub (FFG-gefördert) wird in Kooperation mit der Universität Innsbruck und der FH Kufstein durchgeführt. Das INNALP Education Hub schafft im Zentrum der Alpen ein Infrastrukturangebot, wo Bildungsinnovationen entwickelt und erprobt werden. Das language lab wurden als Innovationslabor eingeworben und steht im Themenbereich des Bundesschwerpunkts: Ein Ziel ist die Nutzung sowie Erforschung von Sprachförderansätze im Zusammenhang mit neuen Medien im sprachbewussten und sprachintensiven Deutschunterricht in der Primarstufe. Zu diesem Ziel widmet sich das LeseInnovationslabor der Erforschung der Lesekompetenz (https://www.innalp.at/de/innovationslabore/language-lab).
Festman, J. (2023). Neues aus dem LeseInnovationslabor (Language Lab). Digitale Audiostifte für DaZ und Frühenglisch. In A. Paier (Hrsg.), EIN RECHT AUF SPRACHE, Sprachheilpädagogische Interventionen – Fundamente der Inklusion (S. 123-132). Lernen mit Pfiff.
Festman, J. & Reiter, C. (2025a). Koffer 1 – FörderEntdeckerKoffer LESEN: Diagnosebasierte Förderung (Lesediagnose LeLeDi und Lesefördermaterial).
Festman, J., & Reiter, C. (2024). Lesen verstehen und Textverständnis verbessern – Ein Lesestrategieset für alle Fächer. Waxmann.Vorlagen zum Lesestrategieset, auch mehrsprachig (für bilingualen Unterricht, für Erstsprachenunterricht, für Fremdsprachenunterricht, für Quereinsteiger*innen): https://www.waxmann.com/buecher/Lesen-verstehen-und-Textverstaendnis-verbessern
Festman, J. (2022). Lesekultur mit dem „Buch der Woche“. LESEN – Die Zeitschrift für Ihren Deutschunterricht, 5, 24-25.
Festman, J. (2022). Lesestrategien mit dem DaZ-Lesefächer. LESEN – Die Zeitschrift für Ihren Deutschunterricht, 3, 24-25.
Festman, J., & Schwieter, J. (2019). Self-Concepts in Reading and Spelling among Mono- and Multilingual Children: Extending the Bilingual Advantage. Behavioral Science, 9, 39. doi: 10.3390/bs9040039
Gerth, S., & Festman, J. (2021). Reading Development, Word Length and Frequency Effects: An Eye-tracking Study With Slow and Fast Readers. Frontiers in Communication – Language Sciences 6:743113. doi:10.3389/fcomm.2021.74311
Im Bereich der Mehrsprachigkeit wurde bereits umfangreiche Forschung betrieben. Forschungsarbeiten beinhalten die Thematik der kindlichen Mehrsprachigkeit und des Spracherwerbs, der Mehrsprachigkeit im Schulkontext, der Mehrsprachigkeit von Erwachsenen auf sprachlicher und psycholinguistischer Ebene sowie die kognitiven Auswirkungen von Mehrsprachigkeit. Darüber hinaus werden die kognitiven Neurowissenschaften von Zweisprachigkeit und das lebenslange Lernen untersucht.
Bellet, S., & Festman, J. (angenommen). Unterrichtliche Problemsituationen im Kontext von sprachlicher Diversität erkennen und interpretieren – ein Beitrag für die Lehramtsausbildung. In M. Rückl et al. (Hrsg.), Partizipation – Mehrsprachigkeit – Digitalisierung: Neue Ansätze für zukunftsfähiges Sprachenlernen. [Reihe Salzburger Beiträge zur Lehrer:innenbildung]. Waxmann.
Festman, J. (2025a). Chancen und Ressourcen von Mehrsprachigkeit wirksam nutzen. Lesen – Das Fachportal für den Deutschunterricht. https://lesen.jungoesterreich.at/wissen-und-praxis
Festman, J. (2025b). Herkunftssprachen in den Deutschunterricht einbeziehen – aber wie? Lesen – Das Fachportal für den Deutschunterricht. https://lesen.jungoesterreich.at/wissen-und-praxis
Festman, J. (angenommen, erscheint 2026). Mehrsprachigkeitsdidaktik — Wie wird sie in der Sommerschule des BMBWF gelebt? In S. Reitbrecht & D. Weger (Gastherausgeber), Mehrsprachigkeit als Ausgangspunkt und Ziel von Bildung. Individuelle, familiäre, institutionelle und didaktische Dimensionen von Mehrsprachigkeit im Fokus empirischer Forschung. Erziehung & Unterricht, 1 & 2.
Festman, J. (2025c). Sprachen lernen und lehren – früher und heute. Ein Kontrast am Beispiel der Pionierin Hildegard. In C. Natlacen, Cheers! Kiss from Hilde. Eine Kulturgeschichte in Briefen (S. 86-94). Otto Müller Verlag.
Festman, J. & Reiter, C. (2025b). Koffer 2 – SprachenErlebnisKoffer: Sprachliche Vielfalt und Mehrsprachigkeit (Primarstufe). PH Tirol. https://ph-tirol.ac.at/Koffer2
Festman, J., Stefan, S., & Reiter, C. (2025). Mehrsprachigen Wortschatz aufbauen – in Kindergarten, Sommerschule und Regelunterricht. F & E, 31, 41-44 (Gastherausgeberinnen: S. Naphegyi, S. Bellet, & D. Elsner).
Poarch, G.J., & Festman, J. (2024, erscheint). Effects of bi-/multilingualism on cognition. In J.W. Schwieter & J.-M. Dewaele (eds.), Multilingualism: Foundations and the State of the Interdisciplinary Art. Bloomsbury.
Festman, J. (2024). Mehrsprachigkeit in allen Fächern. LESEN – Die Zeitschrift für Ihren Deutschunterricht. online https://lesen.jungoesterreich.at/wissen-und-praxis
Festman, J. (2024). Mehrsprachigkeit in allen Fächern – Tipps für den Unterricht. LESEN – Die Zeitschrift für Ihren Deutschunterricht.online https://lesen.jungoesterreich.at/wissen-und-praxis
Schwieter, J.W., & Festman, J. (2023). The Cognitive Neuroscience of Bilingualism. Cambridge University Press.
Pfenninger, S.E., Festman, J., & Singleton, D. (2023). Second Language Acquisition and Lifelong Learning. Routledge.
Festman, J., & Poarch, G.J. (2023). Theories and Models in Cognitive Bilingualism. In A. Ferreira & J.W. Schwieter (eds.), The Routledge Handbook of Translation, Interpreting and Bilingualism (p. 27-44). Routledge.
Festman, J., & Trenker, J. (2023). What happens when a Primary School embraces Multilingualism? Students‘ and Teachers‘ Views on the Project „Sprachen beflügeln“. In H. Böttger N. Schlüter (Hrsg.), Fortschritte im frühen Fremdsprachenlernen – Band zur 5. Konferenz (S. 147-172). Schriftbild.
Festman, J. (2023c). Digitales Lesen und Hören in vielen Sprachen. LESEN – Die Zeitschrift für Ihren Deutschunterricht, 3, 24-25.
Festman, J. (2022g). Mehrsprachigkeit im Leseunterricht. LESEN – Die Zeitschrift für Ihren Deutschunterricht, 3, 10-17.
Festman, J. (2022h). Tipps zu Mehrsprachigkeit im Klassenzimmer. LESEN – Die Zeitschrift für Ihren Deutschunterricht, 3, 18-19.
Festman, J., Czapka, S., & Winsler, A. (2022). How many moderators does it take till we know… that too many bilingual advantage effects have died? In K. Kersten & A. Winsler (Hrsg.), Understanding Variablity in Second Language Acquisition, Bilingualism, And Cognition. A Multi-Layered Perspective (S. 80-127). Routledge. doi: 10.4324/9781003155683-4 https://www.taylorfrancis.com/chapters/edit/10.4324/9781003155683-4/man…
Festman, J. (2021c). Learning and processing multiple languages: The more the easier? Language Learning, 71(S1), 121-162. https://doi.org/10.1111/lang.12437
Bellet, S., & Festman, J. (2021). Die Nutzung individueller, innerer Mehrsprachigkeit im Unterricht – ein Dilemma für Lehramtsstudierende zwischen Dialekt und Bildungssprache? Zeitschrift für Interkulturellen Fremdsprachenunterricht 26(2), 49-75. http://tujournals.ulb.tu-darmstadt.de/index.php/zif
Czapka, S., & Festman, J. (2021). Wisconsin Card Sorting Test reveals a monitoring a monitoring advantage but not a switching advantage in multilingual children. Journal of Experimental Child Psychology 204. https://doi.org/10.1016/j.jecp.2020.105038
Kimppa, L., Leminen, A., Sirri, L., & Festman, J. (eds.) (2020). Neurobehavioral Changes in Language Learning. Research Topic in Frontiers in Psychology/Communication /Human Neuroscience. https://www.frontiersin.org/research-topics/13920/neurobehavioral-chang…
Festman, J. (2020b). Wann können kognitive Potentiale zum Tragen kommen? In H. Böttger, J. Festman, & T. Müller, (Hrsg.), Language Education & Acquisition Research Conference Proceedings – Focussing Early Lanugage Acqusition (S. 15-30). Klinkhardt.
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Festman, J. (2019b). The psycholinguistics of multilingualism. In D. Singleton und L. Aronin (Hrsg.), Twelve Lectures on Multilingualism (S. 233-269). Multilingual Matters.
Festman, J. (2018a). Von Psycholinguistik und Neurowissenschaften zum Umgang mit Mehrsprachigkeit im Klassenzimmer. In H. Böttger und M. Sambanis (Hrsg.), Focus on Evidence II. Netzwerke zwischen Fremdsprachendidaktik und Neurowissenschaften (S. 107-118). Narr.
Festman, J. (2018b). From Psycholinguistics and Neurosciences to Dealing with Multilingualism in the Classroom. In H. Böttger und M. Sambanis (Hrsg.), Focus on Evidence II. Netzwerke zwischen Fremdsprachendidaktik und Neurowissenschaften (S. 119-122). Narr.
Festman, J., Poarch, G., & Dewaele, J.-M. (2017). Multilingual children from birth – how to raise, help, and enjoy them. Multilingual Matters.
Festman, J., Franceschini, R., Heine, L., Prochazka, A., & Piske, T. (2014). Die „>10“ Gebote der Mehrsprachigkeit. In H. Böttger und G. Bien, The multilingual brain. Zum neurodidaktischen Umgang mit Mehrsprachigkeit. Konferenzband TMB 2014 (S. 223-224). EAP.
Reiterer, S., & Festman, J. (Hrsg.). (2014). Multilingual Brains: Individual Difference in Bi- and Multilinguals. Special issue. International Journal of Bilingualism, mit einem Vorwort von David Green.
Wattendorf, E., Festman, J., Westermann, B., Keil, U., Zappatore, D., Franceschini, R., Luedi, G., Radue, E.-W., Münte, T.F., Rager, G., & Nitsch, C. (2014). Early multilinguals engage brain regions involved in language control during sentence production. International Journal of Bilingualism, 18(1), 48-66.
Festman, J. (2013a). The complexity-cost factor. Commentary on Pickering & Garrod’s theory of language perception and production. Behavioral and Brain Sciences 36(4), 27-28. doi: 10.1017/S0140525X12001495
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Festman, J. (2012c). Schüler mit Migrationshintergrund – was bringen sie mit ins Klassenzimmer und was haben alle davon? In E. Winters-Ohle, B. Seipp, und B. Ralle (Hrsg.), Lehrer für Schüler mit Migrationsgeschichte (S. 183-191). Waxmann.
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Rodríguez-Fornells, A., Krämer, U.M., Lorenzo-Seva, U., Festman, J., & Münte, T.F. (2012). Self-assessment of individual differences in language switching. Frontiers in Psychology, 2:388.
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Wie können Kinder in der Primarstufe am besten dabei unterstützt werden, das Schreiben mit der Hand am effektivsten und besten zu erlernen? Wie können Lehrpersonen die Handschrift gezielt im Unterricht fördern? Momentan können die Lehrpersonen lediglich das fertige Schreibprodukt bewerten, d.h. sich die Buchstabenformen der Kinder nach dem Schreiben genau ansehen und die Leserlichkeit und Form der Schrift beurteilen. Über den eigentlichen, hochkomplexen Prozess des Schreibens, der sich vor allem am Schreibdruck auf der Schreiboberfläche widerspiegelt und durch die feinmotorischen Fähigkeiten der Kinder beeinflusst wird, ist sehr wenig bekannt.
Wir arbeiten mit einem digitalen Schreibstift, der während des Schreibprozesses den Schreibdruck, die Schreibdauer, die Neigung des Stiftes, das Tempo und den Rhythmus des Schreibens erfasst. Zusätzlich kann die Stifthaltung beobachtet. Im Projekt wird eine App (Software) entwickelt, die Lehrpersonen mehr Informationen über den eigentlichen Schreibprozess rückmelden kann, als sie selbst im Unterricht beobachten können. Dadurch ist eine individualisierte Förderung des Schreibens möglich und die Kinder haben Freude daran spielerisch den digitalen Wunderstift zu entdecken und damit zu schreiben.
Das laufende Großprojekt INNALP Education Hub (FFG-gefördert) wird in Kooperation mit der Universität Innsbruck und der FH Kufstein durchgeführt. Das INNALP Education Hub schafft im Zentrum der Alpen ein Infrastrukturangebot, wo Bildungsinnovationen entwickelt und erprobt werden. Das language lab wurden als Innovationslabor eingeworben und steht im Themenbereich des Bundesschwerpunkts: Ein Ziel ist die Nutzung sowie Erforschung von Förderansätzen im Bereich der Handschrift in der Primarstufe. Hierfür wurde das Wunderstiftlabor gegründet (https://www.innalp.at/de/innovationslabore/language-lab).
Reiter, C., & Festman, J. (2025). Ideen und Textentwürfe präsentieren. Ideenfindungsprozess und Textplanung reflektieren und präsentieren. Grundschulmagazin, 4, 29-35. https://www.friedrich-verlag.de/friedrich-plus/grundschule/grundschulmagazin/prasentieren-6588
Gerth, S. & Primus, P. (2024, erscheint). Digitale Stifte kompetenzorientiert im Unterricht einsetzen. In J. Knopf, & U. Abraham (Hrsg.), Schriftspracherwerb und Digitalisierung. Schneider Verlag.
Gerth, S., & Festman, J. (2023). Muscle Activity during Handwriting on a Tablet: An Electromyographic Analysis of the Writing Process in Children and Adults. Children, 10(4), 748.
Gerth, S., Klassert, A., Dolk, T., Fliesser, M., Fischer, M., Nottbusch, G., & Festman, J. (2016). Is learning to write affected by the surface? Comparing preschoolers’, second graders’ and adults’ writing performance on a tablet versus paper. Frontiers in Psychology, 7(225):1308. doi: 10.3389/fpsyg.2016.01308
Gerth, S., Dolk, T., Klassert, A., Nottbusch, G., Fischer, M., & Festman, J. (2016). Adapting to the surface: A comparison of handwriting measures when writing on a tablet computer and on paper. Human Movement Science, 48, 62-73.
Wotschack, C., Klassert, A., & Festman, J. (2016). Rapid Automatized Writing (RAW): Ein neuer Test zum Schreiberwerb. Spektrum Patholinguistik, 9, 195–206.
Die inhaltliche Vorbereitung und Begleitung der Studierenden und Lehrpersonen im Rahmen der 2020 gestarteten Sommerschule des BMBWF hat zu Kooperationen mit der KPH Edith Stein (Stams) geführt. Im Zuge dieser Zusammenarbeit entstand das herausgegebene Grundlagenwerk von J. Festman (2021), „Deutsch lehren und lernen: diversitätssensible Vermittlung und Förderung“, das 2021 im Waxmann Verlag erschien. Dieses Buch wird sowohl zur Vorbereitung der Sommerschultätigkeit verwendet als auch in Lehrveranstaltungen im BA- und MA-Studium, insbesondere zur Sprachförderung und zum Umgang mit Diversität in der Klasse. In einem laufenden Forschungsprojekt wird die Sommerschule jährlich für Tiroler Primarstufen evaluiert.
Beim diversitätssensiblen Unterrichten (Festman, 2021) wird das Beobachten und Wahrnehmen von Diversität im Klassenkontext kombiniert mit einem Aufgreifen und Einbeziehen dieser Diversität in das Unterrichtsgeschehen. Dies können Kenntnisse in anderen Erstsprachen oder andere, besonders ausgeprägte Fähigkeiten und Fertigkeiten sein, wie z.B. das Frühlesen. Die Lehrperson unterrichtet auch sprachbewusst, d.h. sie agiert bewusst als Sprachvorbild. Sie schafft einen sprachintensiven, kommunikativen Unterricht, der die Redezeit und die aktive Unterrichtsbeteiligung der Schüler*innen erhöht. Dies ermöglicht zum einen das individuell aktive Einbeziehen von Vorkenntnissen, zum anderen auch gezielte Sprachförderung, wo noch Lücken vorhanden sind.
Sprachsensibles Unterrichten zielt auf die Entwicklung der Bildungssprache bei allen Kindern ab. Hierfür braucht es intensive Begleitung und Sprachförderung, um die bildungssprachlichen Kompetenzen zu entwickeln. Gerade für das Arbeiten mit Texten und das Lesen werden neue Konzepte erarbeitet und beforscht, z.B. der Lesefächer (Festman et al., 2023).
Somit will der Bundesschwerpunkt einen Fokus setzen auf lernförderlichen und anregenden Unterricht, der diversitäts- und sprachsensibel angelegt ist, und analoge sowie digitale Materialien und Herangehensweisen gezielt auswählt und einsetzt. Wichtig ist hierbei besonders die Evidenzbasierung. Im Kontext von Vielfalt, deren Wahrnehmung und produktivem Einbeziehen in den Unterricht, soll ein Deutschunterricht im digitalen Zeitalter anvisiert werden, der die Kinder mit all ihrem Wissen und ihren Facetten einbezieht.
Das laufende Forschungsprojekt „Krisensichere, nachhaltige Sprachförderung für die Volksschule“ wird vom TWF gefördert. Das Forschungsprojekt fällt in den Bereich der anwendungsorientierten Forschung. Vier Konzepte für den Deutschunterricht sollen zusammen ein Paket für „krisensichere, nachhaltige Sprachförderung“ liefern, das sich durch sprachförderliche, differenzierende, diversitätssensible und digitale Aspekte auszeichnet. Lehrpersonen einer Tiroler Volksschule lernen diese Konzepte in einem mehrwöchigen Training kennen und können sie anschließend im Schulkontext testen; die Durchführung wird vom Projektteam begleitet und evaluiert.
Das Forschungsprojekt PIVOT (Promoting Inclusive Instruction for Active Participation in Diverse Classrooms) wird von Erasmus+ KA2 durch die Europäische Kommission gefördert. Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines Leseerziehungsprogramms für Volksschulen, um sprachliche und soziale Ungleichheiten im Klassenzimmer zu überwinden. Das Programm nutzt integrative Unterrichtspraktiken mit wortlosen Materialien (z. B. Videos ohne Ton, Bilderbücher ohne Text) und umfasst ein Weiterbildungs- und Coachingprogramm für Lehrpersonen der Primarstufe. Im Projekt werden Instrumente und Unterrichtsmaterialien entwickelt und in Pilotprojekten in Griechenland, Österreich, Rumänien und Zypern getestet
Präsentation von Koffer 3 – VielfaltsErlebnisKoffer: Diversitätssensibles Unterrichten am Beispiel Mein Zuhausebei der 2. Bundestagung (BSP D25, Nov. 2025)
Festman, J., & Naphegyi, S. (2025). Von „Ich bin ich und du bist du“ zu „Das alles sind wir“ – Bücher als Anlass zum Reflektieren über Diversität. Grundschulmagazin, 1, 6-10.
Festman, J., Stefan, S., & Reiter, C. (2025). Mehrsprachigen Wortschatz aufbauen – in Kindergarten, Sommerschule und Regelunterricht. F & E, 31, 41-44 (Gastherausgeberinnen: S. Naphegyi, S. Bellet, & D. Elsner).
Festman, J. (Hrsg.). (2021). Deutsch lehren und lernen: diversitätssensible Vermittlung und Förderung. Waxmann.
Festman, J., & Maldonado, L. (2022). Die Sommerschule des BMBWF als neues Lehr/Lern-Format in der COVID-19-Pandemie: Ein Blick in Tiroler Volksschulen. transfer Forschung <–> Schule, 8, 110-132 [hrsg. von G. Rathgeb, T. Stornig, C. Vollmer & A. Wurzrainer, Bildung in der Krise]. Klinkhardt.
Festman, J. (2018). Vocabulary Gains of Mono- and Multilingual Learners in a Linguistically Diverse Setting: Results From a German-English Intervention With Inclusion of Home Languages. Frontiers in Communication, 03 July 2018. https://doi.org/10.3389/fcomm.2018.00026
Festman, J. & Rinker, T. (2014). PROBIMUC – A Program for bilingual and multilingual children – Ein Sprachförderprogramm. Sprachförderung und Sprachtherapie in Schule und Praxis, 1, 45-54.
Festman, J. (2013). PROBIMUC – ein Programm für bilinguale und multilinguale Kinder. Hrsg. vom Ministerium für Bildung, Jugend und Sport. KITADEBATTE, 1, 118-121.
Eine Aufgabe des Deutschunterrichts ist es, Schüler:innen beim Verfassen guter Texte zu unterstützen. Dabei stellen sich grundlegende Fragen: Was zeichnet einen guten Text aus? Wie kann der Unterricht gestaltet werden, damit Kinder selbstständig schreiben lernen? Welche Aufgabenformate motivieren sie und wie können Schreibprodukte angemessen bewertet werden?
Das Verfassen von Texten wird als komplexe, zugleich aber gezielt förderbare Fähigkeit verstanden. Zentrale Grundlagen sind:
- die vorschulische Schreibentwicklung,
- individuelle Voraussetzungen für das Schreiben.
- der Schreibprozess in seinen Phasen.
Im Mittelpunkt stehen:
- prozess-, aufgaben- und schüler*innenorientierte Schreibdidaktik
- Vielfältige und motivierende Schreibarrangements
- die Arbeit mit unterschiedlichen Textsorten und Schreibabsichten.
- Ein besonderer Fokus liegt auf der Unterstützung von Lernenden, die beim Schreiben Schwierigkeiten haben, beispielsweise aufgrund eines geringen Wortschatzes oder einer eingeschränkten Textkompetenz.
Praxis und Forschung
Theoretische Überlegungen werden mit praxisnahen Empfehlungen für den Unterricht verbunden, auch im Bereich Deutsch als Zweitsprache (DaZ). Ergänzend liefern empirische Ergebnisse aus Tiroler Volksschulen Einblicke in den Kompetenzbereich „Texte verfassen“ und stärken den Transfer zwischen Forschung und Unterrichtspraxis.
Festman J., Gerth, S., Mairhofer, M. & Reiter, C. (2023). Texte verfassen in der Primarstufe. Theorie und Praxis für erste Schreibprozesse, Textproduktion und Schreibdidaktik. Waxmann.
Festman, J. (2022f). Mehrsprachige Elfchen. LESEN – Die Zeitschrift für Ihren Deutschunterricht, 6, 24-25.
Festman, J., & Reiter, C. (2022). Creative Writing. LESEN – Die Zeitschrift für Ihren Deutschunterricht, 6, 10-15.
Festman, J., & Reiter, C. (2022). Tipps für Creative Writing im Unterricht. LESEN – Die Zeitschrift für Ihren Deutschunterricht, 6, 17-19.