5. Innsbrucker Gespräche zur Schulentwicklung 2026
Im April 2026 fanden an der Pädagogischen Hochschule Tirol die 5. Innsbrucker Gespräche zum Thema „Wie viel Freiraum verträgt Verbindlichkeit“ statt. Die Gespräche zur Schulentwicklung sind ein etabliertes Kooperationsprojekt zwischen der Pädagogischen Hochschule Tirol, der Deutschen Bildungsdirektion Bozen und dem Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung München.
Passend zum diesjährigen Thema bestand die Tagung aus mehreren Gesprächs- und Lernmethoden, die den rund 100 Teilnehmer:innen sowohl Freiräume anboten als auch Verbindlichkeit einforderten.
Nach den Begrüßungsworten der Leitungspersonen der bei der Veranstaltung kooperierenden Institutionen, die bereits thematisch zu Freiraum & Verbindlichkeit Stellung bezogen, tauschten sich die Teilnehmer:innen in einer Kennenlernphase über eigene Assoziationen zum Thema aus.
Einen ersten thematischen Höhepunkt bot Frau Bettina Hannover, Professorin an der Freien Universität Berlin. Sie erläuterte in ihrer Keynote die Relevanz der Trias Verbindlichkeit-Vertrauen-Verantwortung und fokussierte dabei die Perspektiven der Schüler:innen und deren Eltern. Ihre These, wonach es für Schüler:innen und Eltern schwieriger geworden sei, Verbindlichkeit gegenüber Schule zu entwickeln, untermauerte sie mit theoretischen Bezügen ebenso wie mit empirischen Daten zu den Kooperationsländern Österreich, Deutschland und Südtirol.
Im Anschluss an die Mittagspause, in der Studierende des PHT-Lehramtsstudiums Ernährung ein zauberhaftes Buffet anrichteten, gingen die Teilnehmer:innen in Gruppendialogen auf die bisherigen Erkenntnisse ein.
Thematisch schloss der erste Tag mit sechs perspektivischen Einblicken in Freiraum und Verbindlichkeit von Personen aus den drei Kooperationsländern in verschiedenen Funktionen.
Am zweiten Tag bildete die Keynote von Nicola Küppers, Schulleiterin der Grundschule am Dichterviertel in Mülheim an der Ruhr, den Hauptteil. Frau Küppers schilderte anhand ihrer eigenen Schule bzw. Schulführung sehr authentisch, wie sowohl Freiräume als auch Verbindlichkeit genutzt werden können, um sich von einer von Schließung bedrohten Schule zu einer zweimaligen Preisträgerschule des Deutschen Schulpreises zu entwickeln.
Der Abschluss der 5. Innsbrucker Gespräche zur Schulentwicklung erfolgte in den bereits bewährten Denk- und Gesprächsräumen. In jeweils nach Kooperationsländern geteilten Gruppen wurden die Tagungsergebnisse reflektiert, auf das eigene bzw. länderspezifische Arbeitsumfeld übertragen und nächste weitere Schritte besprochen.
Klaus Schneider, der Leiter des Organisationsteams: „Wir freuen uns über die vielen positiven Rückmeldungen im Rahmen der Tagungsevaluation, bedanken uns bei allen Beteiligten für das aktive Dabeisein und dürfen bereits jetzt auf die nächsten Münchner Gespräche zur Schulentwicklung am 22. und 23. April 2027 hinweisen.