Schulautonomie! Mehr Entscheidungsspielräume für einzelne Schulen, z. B. bei pädagogischen Konzepten, der Personalentwicklung oder der Schulorganisation. Damit einher geht aber auch die Verantwortung für Qualität, Chancengerechtigkeit und nachhaltige Entwicklung.

Ein beeindruckendes Beispiel liefert die Gebrüder-Grimm-Schule in Hamm (NRW), die 2007 kurz vor der Schließung stand. „Ein überaltertes Kollegium, verkrustete Strukturen, ein heruntergekommenes Schulgebäude und Kinder ohne Strukturen“.

Die Keynote hält Frank Wagner, Schulleiter der Gebrüder-Grimm-Schule in Hamm (D).

„Damals ging es ums Überleben“, erinnert sich Frank Wagner an die Zeit zurück, als er die Schulleitung übernahm. „Da könne keiner was machen. Das könne nur er selbst, als Schule, als Schulleiter“, so die damalige Empfehlung des zuständigen Schulrats. Und heute? „Brennpunktschule“? Von wegen!

Trotz heterogener Schülerschaft und schwieriger sozialer Rahmenbedingungen gelang die Entwicklung zu einer Vorzeigeschule, die ein hohes Maß an Gestaltungsfreiheit mit verbindlichen Qualitätskriterien und einer klaren Vision kombiniert. Frank Wagner in einem Interview: „Wer aus einer Problemschule einen Leuchtturm machen will, der bekommt keine fertigen Konzepte oder wissenschaftlich erprobten Programme, die auf Knopfdruck funktionieren. Der muss ausprobieren, verwerfen, anpassen und sich dabei immer fragen: Was haben unsere Kinder davon, was brauchen sie?“ (ZEIT ONLINE: „Hier geschehen Wunder“, Nr. 24, 2019).

Verantwortungsvolle Schulautonomie nicht zum Selbstzweck, sondern messbar an Wirkung und Zielorientierung! Eine Art „Königsdisziplin“ der Schulentwicklung? QMS liefert die Antwort.

Im Anschluss an die Keynote von Frank Wagner: Vertiefung, Austausch.