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Rund 90 neue Lehrpersonen graduiert

Rund 90 neue Lehrpersonen graduiert

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Wolfgang Lackner
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Akademische Feier im Haus der Musik für Lehrer:innen an Volksschulen, berufsbildenden mittleren und höheren Schulen sowie an Berufsschulen 

Am Freitag, den 5. Juli 2024 wurden 86 Absolvent:innen der Lehramtsstudien für Primar- und Berufspädagogik im Haus der Musik feierlich graduiert. Damit stehen wieder zahlreiche topausgebildete Junglehrer:innen für Volksschulen, berufsbildende mittlere und höhere Schulen und Berufsschulen bereit. Unter Anwesenheit von über 400 Festgästen, wurde auch der Masterpreis der PH Tirol verliehen. Der Berufseinstieg der Absolvent:innen, der mitunter auch mit Hürden verbunden sein kann, wird u.a. von der Hochschule begleitet, denn als ein wichtiger Gelingensfaktor gilt die Entwicklung der Lehrer:innenpersönlichkeit.

Akademische Feier im Haus der Musik mit über 400 Festgästen & Verleihung des Masterpreises
Die Akademische Feier fand am Freitag, den 5. Juli 2024 im Haus der Musik unter Anwesenheit von über 400 Festgästen, darunter auch Studiendekan Markus Ammann von der Uni Innsbruck, Christian Biendl von der Bildungsdirektion und Clarence E. Butler (em. Prof. für Germanistik am Hobart and William Smith College in Geneva, New York) statt. 
Die Grußworte überbrachten Rektorin Regine Mathies, Bildungslandesrätin Cornelia Hagele und der Leiter des Pädagogischen Dienstes der Bildungsdirektion Werner Mayr. Für die Festrede konnte der Professor für Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftspädagogik an der Universität Innsbruck und Berater für Organisationen und Führungskräfte Univ.-Prof. (i.R.) Dr. Stephan Laske gewonnen werden. In seiner Rede bestärkte und ermutigte der erfahrene Pädagoge und Organisationsberater die Absolvent:innen für den Berufseinstieg und gab ihnen konkrete Empfehlungen aus dem eigenen Wissens- und Erfahrungshintergrund mit auf den Weg, um auch angesichts verschiedener Hürden, die im Schulalltag auftreten können, Freude, Professionalität und Mut aufrecht zu erhalten. Stephan Laske appellierte daran, sich klar der eigenen Stärken bewusst zu sein: „das Wissen und Können, das Sie sich während Ihres Studiums angeeignet haben, ist das zentrale Fundament Ihrer beruflichen Identität“, so Laske. Für seine eindrückliche Rede erntete er großen Applaus.
Nach den Glückwünschen in einer Videobotschaft von Bundesminister Martin Polaschek wurde die feierliche Verleihung der Bachelor- und Masterdekrete vorgenommen. Im Anschluss verlieh Vizerektorin Margit Raich den Masterpreis an drei Absolventinnen, deren Arbeiten durch ihre wissenschaftliche Qualität, ihren innovativen Ansatz und ihre Bedeutung für die Bildung herausragen. Vizerektor Gregor Örley verabschiedete die Masterabsolvent:innen und wünschte den Absolvent:innen des Bachelorstudiums einen erholsamen Sommer und anschließend einen guten Start ins weiterführende – auf Wunsch auch berufsbegleitend organisierte – Masterstudium.

86 Absolvent:innen der Lehramtsstudien für Primar- und Berufspädagogik
Insgesamt 76 Absolvent:innen des Lehramts für die Primarstufe schlossen im Juli ihre Studien ab, 46 davon mit einem Bachelorstudium, 30 mit einem Masterstudium. Die Studierenden arbeiten zum Großteil bereits an Volksschulen in ganz Tirol und kommen aus Innsbruck, Innsbruck-Land, Imst, Kitzbühel, Kufstein, Landeck, Osttirol, Reutte, Schwaz und Telfs, aber auch aus Südtirol, Vorarlberg und Salzburg. 
Das Lehramtsstudium für Berufspädagogik schlossen 10 Absolvent:innen ab, darunter drei Berufsschullehrer, ein HTL-Lehrer und sechs Lehrer:innen im Fachbereich Ernährung für berufsbildende mittlere und höhere Schulen.

Berufseinstieg begleitet von der Hochschule – Entwicklung der Lehrer:innenpersönlichkeit als Gelingensfaktor 
Der Aufbruch in den Schulalltag ist für Absolvent:innen oft mit viel Freude, aber auch mit Unsicherheiten verbunden. Einerseits sind Schulen vielfältig – u.a. Kollegium, Schulleitung und Schulkultur spielen eine große Rolle, andererseits, treten auch im Unterrichtsgeschehen Situationen auf, für die es keinen fertigen „Werkzeugkoffer“ geben kann. Im Umgang mit diesen „Ungewissheitsphänomenen“ profitieren Lehrpersonen v.a. von einer gut entwickelten Lehrer:innenpersönlichkeit, auf die auch in der Lehramtsausbildung ein starker Fokus gelegt wird. Dennoch braucht dieser Prozess Zeit und Erfahrung, um schließlich mit einem professionellen Habitus, von selbst Lösungen für die verschiedensten Situationen zu generieren. Daher sind die berufsbegleitende Masterausbildung sowie die laufende Fortbildung nach Abschluss des Masterstudiums, bei denen Studierende ihr Erleben aus der Praxis direkt an der Hochschule reflektieren und besprechen können, von großer Bedeutung. Praxis, Ausbildung und Fortbildung gehen Hand in Hand für ein professionelles und zufriedenes Berufsleben. 

Rektorin Regine Mathies: „In der Schule wird das Fundament für erfolgreiche Bildungskarrieren von Beginn an gelegt, wodurch die Arbeit unserer Pädagog:innen die Gesellschaft von morgen nachhaltig prägt. In einer von Dynamik und Wandel geprägten Zeit ist eine professionelle akademische Ausbildung unverzichtbar. Die PH Tirol legt dabei besonderen Wert darauf, nicht nur fachliche Kompetenzen zu vermitteln, sondern auch die vorbehaltlose Liebe zum Kind, ein hohes Maß an Resilienz sowie Gelassenheit und Humor ins Zentrum der Ausbildungsbemühungen zu stellen. Die ganzheitliche Entwicklung einer professionellen Lehrer:innenpersönlichkeit ist für uns zentral. Die diesjährigen Absolvent:innen haben im Studium bereits eindrücklich ihre Resilienzfähigkeit angesichts der Pandemie bewiesen. Es freut uns daher sehr, ihre Leistungen in einem würdevollen Rahmen gemeinsam mit Familien und Freunden feiern zu können.“

Vizerektor Gregor Örley: „Ein ganzer Saal voll Absolvent:innen feiert jetzt nach Ende des Studienjahres die Graduierung zum Bachelor bzw. Master of Education. Die Lehramtsausbildung ist mit dem Masterstudium vollständig. Und wenn so manche Studierenden bereits mit dem Bachelorabschluss einige Unterrichtsstunden an einer Schule übernehmen, können sie doch berufsbegleitend fertigstudieren. Aber auch eine stattliche Anzahl frisch zum Master of Education graduierter Lehrpersonen beginnt in Kürze ihr Berufsleben an einer Schule. Mit Veranstaltungen der Berufseinstiegswoche beginnt ihre Induktionsphase, welche die Neulehrpersonen bis zu einem Jahr lang stärken und begleiten wird. Im ersten Jahr ist das Zusammenspiel von Mentor:in und Direktor:in an der Schule sowie der Begleitung durch die PH Tirol von hohem Wert. So entwickeln alle neuen Lehrpersonen von Beginn an in jeder Phase des Studien- und Berufslebens ihre professionelle Lehrerer:innenpersönlichkeit weiter. Dazu eröffnet sich ihnen mit dem ersten Dienstjahr auch ein weiteres, riesiges Angebot der PH Tirol:  Sie können immer wieder kostenlos passende Fortbildungstage oder Weiterbildungslehrgänge buchen, um den spezifischen Anforderungen an ihrem Dienstort und in ihrer Klasse erfolgreicher begegnen zu können.“

Stephan Laske: „‘Neun Zehntel der Bildung sind Ermutigung‘, so Anatole France. Ich wünsche den Absolventinnen und Absolventen, dass sie im Schulsystem zunehmend auf Arbeitsbedingungen treffen werden, die ihre Motivation stärken. Die sie bekräftigen in ihrer Überzeugung, sich für den richtigen Beruf entschieden zu haben. Die ihren Mut stärken, ihre pädagogischen Kompetenzen im Interesse ihrer Schülerinnen und Schüler und im Interesse einer demokratischen Gesellschaft wirksam und mit Begeisterung einzubringen. Wenn sie diese Begeisterung dann an ihre Umwelt weitergeben, werden wir uns vermutlich immer weniger über den Lehrer:innenmangel den Kopf zerbrechen müssen.“

Bildungslandesrätin Cornelia Hagele: „Künftig übernehmen weitere 90 Absolventinnen und Absolventen der PH Tirol als Pädagoginnen und Pädagogen die bedeutende und verantwortungsvolle Aufgabe, vor allem junge Menschen in dieser wichtigen Phase ihres Lebens auf ihrem Weg zu begleiten und ihnen Orientierung zu geben. Das oberste Ziel sollte immer sein, den Talenten junger Menschen gerecht zu werden und ihnen das Selbstvertrauen zu vermitteln ihre Stärken zu erkennen. Dabei leistet die PH Tirol einen besonders wichtigen Beitrag zur qualitätsvollen Ausbildung von angehenden Pädagoginnen und Pädagogen“, betont Landesrätin Cornelia Hagele.
                                                                                        
 

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