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MINT - Forschungssymposium | Mathematik | Lernumgebungen | Digitale Technologien

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Virtuelle Veranstaltung
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VORTRAGENDE:
Dr.in rer. nat. Melanie Platz ist Hochschulprofessorin für Mathematikdidaktik in der Primarausbildung an der Pädagogischen Hochschule Tirol

DISKUSSIONSLEITUNG:
Dr. phil. Sebastian Goreth, M.A


Entwicklung von substanziellen Lernumgebungen für den Mathematikunterricht mit digitalen Technologien zur Unterstützung von Problemlösefähigkeiten durch authentische Anwendungsszenarien

 

Nach den Aussagen des Mathematik-Lehrplans der Volksschule in Österreich sowie den Bildungsstandards für Mathematik, 4. Schulstufe (BIFIE), scheint es sinnvoll, authentische Anwendungsszenarien als Ausgangspunkt für den Aufbau und die Förderung eines tiefgehenden mathematischen Verständnisses bei Volksschüler*innen heranzuziehen.
Zu diesem Zweck können substanzielle Lernumgebungen, in denen – falls sinnvoll – digitale Medien (Open Source Applets auf Tablet PCs) Anwendung finden, für den Mathematikunterricht zur Unterstützung von Problemlösefähigkeiten durch authentische Szenarien, entwickelt werden. Im Vortrag wird insbesondere eine Lernumgebung zum präformalen Beweisen thematisiert sowie die Frage, wie ein sinnvolles authentisches Anwendungsszenario in diesem Kontext aussehen kann.
Warum Beweisen in der Primarstufe? Betrachtet man Schwierigkeiten von Studierenden in Mathematik-Lehrveranstaltungen an der Universität, so scheint diesen besonders das mathematische Beweisen schwerzufallen (u. a. Götze, 2019; Grieser, 2015; Guedeut, 2008; Selden, 2012). Ausgehend von der Grundannahme „[…], dass ein Lernen ohne Brüche nur möglich ist, wenn der Mathematikunterricht vom Kindergarten bis zum Abitur als zusammenhängendes Ganzes gesehen wird und wenn er stufenübergreifend auf einem authentischen Bild von der Mathematik als ‚Wissenschaft der Muster‘ fußt“, (Wittmann, 2014, S. 213), sollte bei der Förderung von Beweiskompetenzen bereits in der Primarstufe angesetzt werden. Dadurch kann es Lernenden ermöglicht werden, das mathematische Beweisen an weiterführenden Schulen oder an der Universität als natürliche Erweiterung ihrer früheren mathematischen Erfahrungen wahrzunehmen.

 

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