Rückblicke auf das 2. Symposium zur forschungsgeleiteten Lehre in Innsbruck

Räume für die forschungsgeleitete Lehre stärken

Am 11.März 2019 fand im Haus der Begegnung in Innsbruck das 2. Symposium zur forschungsgeleiteten Lehre in der Lehrer/innenbildung statt. Das Symposium hat zum Ziel, Forschende und Dozierende der österreichischen Hochschullandschaft zusammenzubringen, um einen Austausch zu Fragen der Verknüpfung von Forschung und Lehre anzuregen.

Impulsgebend für den gewinnbringenden Austausch waren die eröffnenden Keynotes von Johannes Reitinger (PH Linz) und Christina Egger (PH Salzburg), in denen sie die Fragen „Wie bringe ich Forschung in meine Lehre?“ und „Wozu brauchen angehende LehrerInnen Forschungswissen“ ins Zentrum rückten.

Im Anschluss daran gaben Forschende und Dozierende von österreichischen Hochschulen im Rahmen von „Werkstattberichten“ konkrete Einblicke in forschungsgeleitete Lehrpraxis. Zwei Werkstattberichte wurden von Mitarbeiterinnen des Zentrums für Fachdidaktik der Pädagogischen Hochschule Tirol angeboten. Damit konnte aufgezeigt werden, dass die Praxis forschungsgeleiteter Lehre an der PHT, neben vielen weiteren Beispielen, bereits Realität ist und viele Ideen für die Stärkung diesen Bereichs vorhanden sind. Anna Oberrauch berichtete von Erfahrungen forschungsgeleiteter Lehre im Rahmen von Forschungs-Bildungs-Kooperationen an der Universität Innsbruck und diskutierte mit Teilnehmenden, was daran andockend für die Gestaltung von Räumen für Bildung für nachhaltige Entwicklung an Pädagogischen Hochschulen gelernt werden kann. Julia Festman und Andrea Raggl zeigten in ihrem Werkstattbericht, wie sie verschiedene Räume für das Forschen an Pädagogischen Hochschulen erkunden und bereits nutzen (z.B. durch Einbindung von Bachelorarbeiten in Forschungsprojekte und zeitweise Bachelorarbeitsbetreuung in kleinen Arbeitsgruppen, Einbindung von Studierenden in kleinere Forschungsarbeiten im Rahmen von Lehrveranstaltungen und frühe Förderung von wissenschaftlichem Schreiben, Einbindung von Dozierenden in Forschungsprojekte und gemeinsame Generierung wissenschaftlichen Outputs). Diese vielfältigen „Räume zum Forschen“ und damit der Möglichkeiten der Nachwuchsförderung wurden an konkreten Beispielen deutlich gemacht.

Die Veranstaltung konnte zum Ausdruck bringen, dass für eine effektive Stärkung forschungsgeleiteter Lehre viel Bedarf zum Austausch zwischen den Akteuren in der österreichischen Hochschullandschaft besteht und dieser im Sinne einer Bündelung von Kräften und dem gegenseitigen Voneinander Lernen auch weiterhin gefördert werden soll.