INSERT – International Research Network for Socio-Economic Education and Reflection

Schon sehr früh sind junge Menschen in unserer hochgradig ökonomisch durchdrungenen Gesellschaft dazu angehalten, ökonomisch geprägte Alltags- und Lebenssituationen (Konsum, Haushalt, Arbeitswelt, etc.) zu bewältigen und mitzugestalten.  Eine Befähigung zur Orientierung, zur Bildung einer begründeten und ethisch fundierten Meinung sowie zur mündigen Mitwirkung an wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Prozessen ist daher unbedingt erforderlich. Eine derartige wirtschaftliche Bildung kann als sozioökonomische Bildung verstanden werden: Wirtschaft wird in die Gesellschaft eingebettet und somit von jedem Menschen als mitgestaltbar betrachtet.

Das Projekt "INSERT - International Research Network for Socio-Economic Education and Reflection" zielt darauf ab innovative, gender- und sprachsensible Lehr-Lern-Arrangements für die sozio-ökonomische Bildung zu erarbeiten, zu evaluieren und auf frequentierten Bildungswebsites frei zugänglich zu publizieren. Die Lernsettings zielen darauf ab Schüler/innen der Sekundarstufe I zur gesamtheitlichen Erfassung sozioökonomischer Zusammenhänge, Bestärkung in der alltagsweltlichen ökonomischen Urteilsbildung und Empowerment zu ökonomisch verantwortungsvollem Handeln zu befähigen. Gerade weil Mädchen und Frauen sowie sozial Schwächere bei vielen Wirtschaftstests schlechter abschneiden, richten sich die Projektergebnisse an diese Gruppen. Dadurch sollen sie in unserem ökonomisch hochgradig durchdrungenen Alltag gestärkt werden. Relevant sind die Bereiche: Haushalt und Geld, Konsum, Arbeitswelt, Gesellschaft. Zusätzlich wird angestrebt, die Grundsätze und Prinzipien der sozioökonomischen Bildung auszuformulieren und in die Bildungsziele bzw. weiteren Zielstellungen der einschlägigen GW-Lehrpläne einzubringen.

Das Projekt wird aus Mitteln des Sozialministeriums gem. § 23 ARR 2014 gefördert und in Kooperation mit dem Österreichischen Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseum und FachdidaktikerInnen an der Pädagogischen Hochschule Wien und Linz sowie den Universitäten in Wien, Graz, Salzburg und Frankfurt durchgeführt.

Im Team an der Pädagogischen Hochschule Tirol arbeiten Dietmar Neururer, Martin Dür, Paul Hofmann und Anna Oberrauch am Projekt mit. Das Team ist erweiterbar und wir freuen uns über Interessierte!

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