Fortbildungsveranstaltung zum Themenschwerpunkt: Globalgeschichte

In Zeiten der immer mehr um sich greifenden Renationalisierung der europäischen Geschichte ist es die Aufgabe eines reflexiven Geschichtsunterricht die eigene Geschichte zu hinterfragen und imaginierte nationale Schranken zu dekonstruieren. Der bekannte Historiker Jürgen Osterhammel fordert dementsprechend in Hinsicht auf ein globales Geschichtsbewusstsein, dass die Geschichte "(Mittel-) Europas in der eigenen historischen Einbildungskraft mit ausgewählten historischen Erfahrungen anderer großer Zivilisationskomplexe zusammenzudenken" sei.

In diesem Sinne liefern wir in der Fortbildungs-LV „Think global – act local? Globalgeschichtliche Perspektiven im Geschichtsunterricht“ (PH-Online, Fortbildungs-Nr. 7F6.TPG5A10) einen Überblick über gängige globalhistorische sowie didaktische Ansätze. Osterhammel folgend setzen wir uns mit dem historischen Begriff der Globalisierung insofern auseinander, als wir Prozesse der Vernetzung anhand von ausgewählten Unterrichtsbeispielen und direkt einsatzbaren Unterrichtsmaterialien zeigen. Dabei beschäftigen wir uns exemplarisch mit dem Vergleich des Imperium Romanum mit dem chinesischen Han-Reich, mit einem Längsschnitt der Geschichte Afrikas, dem sogenannten "Columbian exchange" und zeigen auch Ansätze der Vernetzung der Tiroler Geschichte.

Interessierte Kolleginnen und Kollegen sind zur Teilnahme an der Fortbildungs-LV am Dienstag, den 21. März 2017, herzlich eingeladen.

Anmeldung über PH-Online!

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