CALL FOR PAPERS: transfer Forschung <> Schule, Heft 5 (2019)

Call for Papers

transfer Forschung <> Schule, Heft 5 (2019)

Bildung für Nachhaltige Entwicklung

Das im Klinkhardt-Verlag publizierte Annual Journal transfer Forschung <> Schule der Pädagogischen Hochschule Tirol versteht sich als Medium des interdisziplinären wissenschaftlichen und schulpraktischen Diskurses. In unterschiedliche Beitragsformate gefasst, wird Transfer zwischen Wissenschaft und Schul- bzw. Unterrichtspraxis geleistet.

Wie wollen wir (morgen) leben? Diese zentrale Frage in Zeiten fundamentaler Umwälzungen aller Lebensbereiche stellt die Menschheit vor große soziale, ökologische und wirtschaftliche Aufgaben, die dringliches und lösungsorientiertes Handeln erfordern. Bereits mit der „Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (2005-2014) und dem daran anschließenden Weltaktionsprogramm sowie der Verabschiedung der Sustainable Development Goals (SDG) haben die Vereinten Nationen klare Zeichen gesetzt, die Bildung als den Schlüssel markieren, der die Tür zu einem gesamtgesellschaftlichen Wandel für ein lebenswertes Heute und Morgen öffnet.

Bildungseinrichtungen haben auf den unterschiedlichen Ebenen ihre Verantwortung wahrzunehmen, um junge Menschen gut auf die – ungewisse – Zukunft vorzubereiten. Neben der Schaffung der notwendigen Strukturen geht es um reflektierte Denk- und Arbeitsweisen, die Lust darauf machen, kollaborativ Lösungen für Probleme zu entwickeln und Herausforderungen verantwortungsvoll zu begegnen. Nicht zuletzt geht es auch darum, die Ergebnisoffenheit des Prozesses als Übergangsphase anzunehmen, nicht nur hinsichtlich künftiger Transformation der Gesellschaft, sondern vor allem auch hinsichtlich der Frage(n), wie wirksame Bildungsprozesse für eine nachhaltige Entwicklung aussehen sollen und können.

  • Welche theoretischen und praktischen Ansätze können den konstruktiven Umgang mit der Ergebnisoffenheit und Unsicherheit in Anliegen der Bildung für nachhaltige Entwicklung unterstützen?
  • Welche theoretischen Überlegungen und empirischen Erkenntnisse fördern die Überbrückung der Lücke zwischen Wissen, Bewusstsein und Handeln?
  • Wie gelingen Partizipation, Kollaboration und Kommunikation?
  • Welchen Einfluss haben die Menschen im System (Schulleitung, Lehrpersonen, KindergartenpädagogInnen, Eltern, peers, ...)?
  • Welche Chancen und Herausforderungen bei der breitenwirksamen Verankerung von Bildung für nachhaltige Entwicklung auf allen Ebenen („whole system approach“, Organisationsentwicklung, Schulentwicklung, LehrerInnenaus-,-fort- und -weiterbildung, Unterrichtsentwicklung, Projektunterricht, Fachunterricht etc.) lassen sich erkennen? Welche erfolgversprechenden Modelle zeichnen sich ab?
  • Was sind die notwendigen Haltungen, Denk- und Arbeitsweisen und welchen Beitrag kann formale Bildung konkret zu deren Entwicklung leisten?
  • Welchen fachspezifischen Beitrag können einzelne Schulfächer zur Mitgestaltung einer nachhaltigen Entwicklung leisten?
  • Welchen Beitrag kann die Elementarpädagogik zur Mitgestaltung einer nachhaltigen Entwicklung leisten?
  • Wie kann emanzipatorische Bildung für nachhaltige Entwicklung, die auf Handlungsorientierung und Teilhabe fokussiert, aus diversen fachdidaktischen Perspektiven heraus begründet werden?
  • Wie kann systemisches, kritisches, reflexives Denken im Fachunterricht und fächerübergreifenden Unterricht unterstützt werden?
  • Welche zentralen Bildungs- und Lehraufgaben ergeben sich aus den Herausforderungen des globalen Wandels und welche Inhalte und Methoden lassen sich damit verbinden, um Lernanlässe zu gestalten, die die Herausforderungen konstruktiv aufgreifen und Beiträge zu einer nachhaltigen Entwicklung ermöglichen (good practice-Beispiele, internationale Entwicklungen)?

In unserem Jahresband 2019 sollen möglichst vielfältige Perspektiven und Optionen für die weitere Entwicklung aufgezeigt und diskutiert werden.

Wir laden Wissenschaftler_innen und Praktiker_innen ein,

bis 1. November 2018

Abstracts (ca. 1/2 Seite) für Beiträge zum Jahresband an transfer@ph-tirol.ac.at zu senden.

Bitte beachten Sie die Vorgaben für die Beitragsformate!

Weiterer Ablauf:

  • fachliche Begutachtung der Abstracts, auf dieser Grundlage dann Einladung zur Beitragseinreichung: Anfang Dezember 2018
  • Deadline Einreichung Beiträge: 31. Jänner 2019
  • fachliche Begutachtung der Beiträge und allgemeines Lektorat, dann korrigierte Manuskripte an die Autor_innen retour: Ende April 2019
  • Einarbeitung unserer Korrekturen durch die Autor_innen bis Mitte Juni 2019.

transfer 5 erscheint im Dezember 2019.

Organisationseinheit: