BoLk-Studierende in der schulischen Praxis

Kommunikation

Zwölf Studierende der Sekundarstufe mit dem Studienzweig Berufsorientierung und Lebenskunde belegten im Sommersemester 2019 die Lehrveranstaltung Kommunikation. Ausgehend von dem Anspruch, die theoretischen Inhalte der Vorlesung im schulischen Feld umzusetzen, wurden von den künftigen Lehrer_inne_n je zwei Doppelstunden zur Förderung der Kommunikation vorbereitet und mit Schüler_inne_n der zwei ersten und zwei zweiten Klassen der NMS-Kettenbrücke im Mai 2019 durchgeführt. Dabei lernten die Schüler_innen Kommunikationsinhalte, wie beispielsweise „Körpersprache“, „aktives Zuhören“, „Spiegeln“, „Ich-“ und „Du-“ Botschaften kennen, und fanden in zahlreichen Übungen Gelegenheit, diese zu erproben.

In diesem Praxistransfer gelang es den Studierenden ausgezeichnet, sowohl ihr in der Lehrveranstaltung erarbeitetes Wissen im schulischen Feld anzuwenden als auch die (Weiter-)Entwicklung der kommunikativen Kompetenzen der Schüler_innen der NMS-Kettenbrücke zu fördern. Die Studierenden fanden an der NMS-Kettenbrücke, mit ihrer Direktorin Mag. Ildiko Kuprian, ihren Lehrpersonen und Schülerinnen, ideale Bedingungen für die Umsetzung ihrer Unterrichtseinheiten vor.

Eine exemplarische Rückmeldung eines Mädchens der 2. Klasse in Form einer schriftlichen Drei-Minuten-Reflexion am Ende der Einheit zeugt vom Gelingen des Unterrichts, wenn es formuliert:

Welche Vorteile siehst du in der Verwendung von ICH-Botschaften?
„Der andere fühlt sich nicht gleich angegriffen“

Wann und wo kannst du ICH-Botschaften anwenden?
„In Streits, Diskussionen oder wenn mir was am Herzen liegt.“

In welchen Situationen wird es schwierig sein, ICH-Botschaften zu formulieren?
„Wenn man schon mega im Streit ist und der andere nur DU-Botschaften benützt.“

Was hat dir besonders gut im Kommunikationsunterricht gefallen, was weniger gut?
„Besonders gefallen hat mir das mit der Ich-Du-Botschaft, weil man sehr viel daraus lernt.“

Was nimmst du aus dem heutigen Kommunikationsunterricht mit?
„Ich probiere Ich-Botschaften zu benützen, auch in großen Streits.“

Verfasserin: Vera Zass

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